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Mitten im Nirgendwo: Die Hütte des Forstwirts, hier eine Aufnahme aus dem Winter.

Forstwirt bekommt Abriss-Befehl

Gericht sagt: Mini-Hütte im Bergwald muss weg

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Tegernsee – In dem kleinen Verschlag lagert der Forstwirt sein Werkzeug, mit dem er sich um seinen Bergwald beim Leeberg-Höhenweg kümmert. Doch der Mini-Stadl muss jetzt weg.

Das Verwaltungsgericht München entschied, dass das Bauwerk im Außenbereich nicht genehmigungsfähig ist – und gab damit dem Landratsamt Miesbach Recht, das den Abriss bereits verfügt hatte. Der Eigentümer aus Rottach-Egern hatte gegen diesen Bescheid geklagt.

Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts, die sich bei strömendem Regen am Wanderparkplatz Riedersteinstraße gemeinsam mit Vertretern des Landratsamtes, der Stadt Tegernsee und dem Kläger samt Anwalt versammelt hatten, ließen von Anfang an keinen Zweifel an ihrer Haltung. „Wir haben alles probiert, Ihnen den Stadl zu lassen, aber es geht nicht“, sagte Vorsitzende Richterin Cornelia Dürig-Friedl. „Es gibt hier einfach zu viele Bezugsfälle.“

Zwar räumte die Vorsitzende ein, dass der Verschlag mit seiner Firsthöhe von gerade einmal 1,60 Metern und einer 80 mal 80 Zentimeter großen Türöffnung nicht dazu geeignet sei, dass sich Personen darin aufhalten. Dennoch: Um den Bau im Außenbereich genehmigen zu können, bräuchte es eine Privilegierung – die sei bei der Bewirtschaftung dieses Stück Waldes aber nicht gegeben. „Für eine Privilegierung langt es nicht“, machte Dürig-Friedl deutlich. Und auch die Vertreter des Landratsamtes betonten, dass die Behörde – sollten solche Fälle bekannt werden – eine konsequenten Wege gehe und den Abriss verlange.

Besonders ärgerlich für den Kläger: Der Verschlag steht bereits seit mehr als hundert Jahren an dieser Stelle. Allerdings hatte ihn der Eigentümer wegen des schlechten Zustands in gleicher Größe neu aufgebaut – das wiederum drang zum Landratsamt vor. Die Tatsachen, dass der Kläger in dem Hütterl schweres Werkzeug wie Hubzug und Motorsäge lagert, damit er es nicht jedes Mal zu dem unwegsamen und nur zu Fuß erreichbaren Gelände schleppen muss, und dass der Stadl nur von kleiner Größe ist, spielte fürs Gericht keine Rolle. „Bau ist Bau“, machte Dürig-Friedl klar.

Der Anwalt des Forstwirts, Carl-Christian Kramer, lotete bei der Verhandlung aus, welche Alternativen es für seinen Mandanten gibt. Man einigte sich schließlich noch vor Ort auf eine 1,50 Meter lange, ein Meter breite und ein Meter hohe Werkzeugkiste aus Holzbrettern, die der Kläger statt des Verschlags im Wald aufstellen darf. „Das muss aber aussehen wie eine Kiste, nicht wie ein Haus“, betonte die Vorsitzende Richterin.

Der Forstwirt akzeptierte die Entscheidung („mir bleibt ja nichts anderes übrig“) und zog seine Klage zurück. Er hat nun vier Wochen Zeit, seinen Verschlag abzureißen. Die Vertreter des Landratsamtes mit Kreisbaumeister Werner Pawlovsky an der Spitze kündigten an, den Abriss und auch die Bauweise der künftigen Kiste nach Ablauf der Frist kontrollieren zu wollen.

gab

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