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Mittels Fragebögen hat Doris Gollé den Parkplatz-Bedarf der Tegernseer Geschäftsleute ermittelt.

Ergebnis von Fragebogen-Aktion liegt vor

Tegernseer Geschäftsleute: Auch Mitarbeiter brauchen Parkplätze

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Geschäftsfrau Doris Gollé fühlt sich bestätigt. Eine Umfrage unter ihren Kollegen hat ergeben, dass schon jetzt Parkplätze Mangelware sind. Und Gollé fürchtet, dass sich die Situation weiter zuspitzt.

Tegernsee – Das Thema Parkplätze ist ein Dauerbrenner in Tegernsee. Die Stadt tüftelt gerade an einem neuen Konzept: Als erster Schritt sollen weitere Parkzonen ausgewiesen werden, langfristig ist die Erweiterung der Kreissparkassen-Tiefgarage unter dem Kurgarten geplant. Damit soll der drohende Verlust des Zentralparkplatzes kompensiert werden. Der Verein der Tegernseer Geschäftsleute sieht mit Sorge in die Zukunft – und hat daher auf eigene Faust eine Fragebogenaktion unter den Selbstständigen gestartet. Darin wurde vor allem der Parkplatz-Bedarf der Mitarbeiter abgefragt. Nun liegt das Ergebnis vor. „Überrascht haben mich die Antworten nicht“, sagt Doris Gollé, Vorstandsmitglied des Vereins. „Aber ich wollte es eben Schwarz auf Weiß haben.“

130 Fragebögen hatte der Verein der Geschäftsleute verteilt, 44 Bögen kamen ausgefüllt zurück. „Damit bin ich ganz zufrieden“, sagt Gollé, seit 1996 Inhaberin der Hutmacherei Schätz in der Rosenstraße, über den Rücklauf. Und der besagt vor allem eines: Der größte Anteil der Mitarbeiter in den Tegernseer Geschäften kommt mit dem Auto zur Arbeit (80,6 Prozent, bezogen auf 206 Personen). „Damit landen allein von denjenigen, die sich an der Aktion beteiligt haben, 166 Autos in Tegernsee“, rechnet Gollé vor. Gleichzeitig können nur 20 Prozent der Befragten überhaupt eigenen Parkraum vorweisen. Die meisten der Angestellten müssen also auf öffentliche Parkplätze ausweichen, allein 28 Prozent – also 47 der 166 Autofahrer – verfügen über ein Parkabo.

Aber was ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln? Wären die nicht eine gute Alternative zum Auto? Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) hatte in der Vergangenheit bei den Geschäftsleuten bereits angeregt, über die Möglichkeit nachzudenken, eine RVO-Jahreskarte für die Mitarbeiter zu bezuschussen. Doch Gollé winkt ab – und sieht sich auch in diesem Punkt durch die Antworten auf den Fragebögen bestätigt. Nur 31 Personen (18,7 Prozent der 166 Autofahrer) gaben ab, auf den Öffentlichen Personennahverkehr umsteigen zu können. Vor allem lange Wartezeiten und hohe Preise werden als Gegenargumente ins Feld geführt.

Für Gollé, die die Ergebnisse der Fragebogen-Aktion bereits an Rathaus-Chef Hagn übergeben hat, ist klar: Auch künftig müsse es für die Angestellten und Kunden ausreichend Parkplätze im Zentrum geben. „Wenn alle Parkplätze bewirtschaftet werden und auch noch die Flächen an der Schule und der Lärchenwaldstraße wegfallen, dann wird’s echt bitter“, sagt die Geschäftsfrau.

Der Bürgermeister lobt das Engagement der Geschäftsleute. Die Parkplatz-Umfrage sei für die Stadt sehr hilfreich, erklärt er auf Nachfrage. „Wir nehmen sie zu unseren Unterlagen.“ Die Stadt werde ihrerseits ermitteln, wie die Situation bei den Anwohnern aussehe. „In der nächsten Stufe wollen wir Parkzonen schaffen“, erklärt Hagn. Der Bereich der Max-Josef-Straße und des Prinzenwegs würden als erstes gelöst. Zudem möchte die Stadt auf dem Gelände der Feuerschützen, beim ehemaligen Eisplatz, einen Wanderparkplatz mit 70 bis 90 Plätzen realisieren. Für die Geschäftsleute und ihre Angestellten, das macht Gollé deutlich, sei dies natürlich keine Lösung.

gab/jm

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