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Frohen Mutes beim Abmarsch: Die Teilnehmer der 24 Stunden Trophy machen sich am Samstagmorgen im Schlierseer Kurpark auf ihren langen Weg durch die Berge.

Wandern für Wahnsinnige - oder doch nicht?

Geselliges Gipfelsammeln: 250 Teilnehmer bei „24 Stunden Trophy“

67 Kilometer, 3030 Höhenmeter – und das alles an einem Stück: Mit diesen spektakulären Zahlen lockte die „24 Stunden Trophy“ auch heuer eine Menge Wanderer an. 

Landkreis– Ob das 360-Grad-Panorama vom Gipfel der Bodenschneid oder der Blick vom Wallberg auf den Tegernsee: Auch die diesjährige „Biolectra 24 Stunden Trophy“ geizte nicht mit landschaftlichen Reizen. Entsprechend groß war die Vorfreude bei den rund 250 Teilnehmern, als sie sich am Samstagmorgen bei strahlendem Sonnenschein im Schlierseer Kurpark auf den Start der Dauerwanderung vorbereiteten. Es lag aber schon auch ein gewisses Maß an Nervosität in der Luft. Kein Wunder bei einer Streckenlänge von 67 Kilometern und satten 3030 Metern Höhenunterschied.

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„Bayerns schönste Drei-Seen-Wanderung“, wie sie die Veranstalter stolz bezeichnen, führte über den Jägerkamp und den Raukopfgipfel an den Spitzingsee und dann weiter über die Sutten und den Wallberg nach Bad Wiessee und Gmund. Über den Berggasthof Neureuth und die Hennerer Au liefen die Bergsteiger nach 24 Stunden wieder im Ziel im Kurpark Schliersee ein. „In den vergangenen Jahren haben wir festgestellt, dass die Berg-See-Beziehung sehr gut bei den Leuten ankommt“, erklärte Holger Wernet, Produktmanager Wandern beim Tourismus-Kommunalunternehmen Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS). „Uns ist es wichtig, den Leuten die schönsten Orte und Naturschauplätze, die in der Region nur wandernd zu erreichen sind, nahe zu bringen.“

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Neben der 24 Stunden-Tour konnten die Teilnehmer auch zwischen zwei Zwölf Stunden-Wanderungen wählen. Eine Neuerung, mit der die ATS auf die hohe Nachfrage auf dieser Distanz reagiert hat, wie Wernet erklärte. Die Tour „Auf den Spuren der Hohenwaldecker“ führte die Wanderer über 31 Kilometer und 1500 Höhenmeter auf den Jägerkamp, zur Schönfeldhütte und Spitzingalm und dann durchs Josefsthal zurück nach Schliersee. „Auf den Spuren vom Wildschütz Jennerwein“ marschierten die Gipfelstürmer über die Huberspitz zur Gindelalm und durchs Stadelthal weiter zur Bodenschneid. Der Rückweg verlief wiederum über die Spitzingalm und die Josefsthaler Wasserfälle.

Laut Wernet waren alle Touren so konzipiert, dass auch weniger trainierte Bergsteiger gut mitkommen. „Das Ganze soll ja kein Wettkampf sein. Die Gruppen sollen zusammenbleiben.“ Es sei spannend, so viele neue Gesichter kennenzulernen. Bei Nadine Müller (26) und Basti Marschall (35) hat das im Vorjahr besonders gut geklappt. Sie sind jetzt ein Paar. „Also haben wir uns gedacht, dass wir heuer auf alle Fälle wieder mit dabei sind. Ein Pflichtprogramm sozusagen“, erklärten die beiden schmunzelnd.

Gemeinsam mit ihrem Hund „Hanni“ nahmen sie die Zwölf Stunden-Variante in Angriff. Und Hanni gebe den Takt vor, meinte Marschall. „Wir richten uns da ganz nach ihr. Wenn sie durchhält, dann schaffen wir das auch.“ Bei so warmen Temperaturen war es wichtig, genug Wasser im Rucksack zu haben. „Aber die Pausenstationen sind auch super hergerichtet. Das ist echt alles total gut geplant“, sagt Müller begeistert.

Dafür haben die ATS und die Berchtesgadener Agentur Grassl Event und Promotion Services auch nichts dem Zufall überlassen. Sechs Monate steckten sie in die Organisation der neuen Routen. Der leitende Guide und Bergführer Eddy Balduin aus Berchtesgaden war die Route sogar zwei Tage vorher abgegangen, um genau zu wissen, was auf die Teilnehmer zukommt. Diese sollten sich „ganz und gar auf die Natur und ihren eigenen Körper konzentrieren“, lautete die Empfehlung.

Eine Frauentruppe aus Schuttertal im Schwarzwald setzten auf Spaß und gute Laune. „Wenn eine nicht mehr kann, dann hilft und motiviert man sich gegenseitig“, betonten die Bergsteigerinnen. Und genau darum ging es bei der Trophy letztlich auch: Menschen mit Liebe zur Natur und zum Wandern zusammenzubringen.

Von Marina Birner

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