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Rettungskräfte von DLRG, Wasserwacht und Feuerwehr - hier ein Symbolbild - mussten am Samstag wegen eines schweren Unwetters am Tegernsee ausrücken.

Viele Wassersportler schafften es nicht mehr rechtzeitig ans Ufer

Plötzliches Gewitter löst Großeinsatz auf dem Tegernsee aus

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
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Ein schweres Gewitter überraschte am Samstag gegen Mittag zahlreiche Wassersportler auf dem Tegernsee. Viele schafften es nicht mehr rechtzeitig ans Ufer. Es kam zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte.

Tegernsee - Bei schwül-warmen Temperaturen zog die Unwetterfront am Samstag innerhalb kürzester Zeit auf. Drei Stand-Up-Paddler auf Höhe der Spielbank Bad Wiessee in Not – so lautete die Erstalarmierung um 11.50 Uhr. Daraufhin wurde die Rettungskette in Gang gesetzt. 

„Die drei Paddler wurden zwar nicht mehr angetroffen“, berichtet Hans Mielke, Vorsitzender der Wasserwacht Bad Wiessee. Allerdings wurden einige andere Wassersportler sicher ans Ufer geleitet oder abgeschleppt, darunter ein Segler und ein Stand-Up-Paddler. Auch eine E-Boot-Besatzung, die in der Egerner Bucht Schutz vor dem Unwetter gesucht hatte, konnte nicht mehr aus eigener Kraft den Rückweg antreten.

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„Das ging alles wahnsinnig schnell“, sagt Mielke über das lokale Gewitter, das über Gmund heraufgezogen war. Selbst der Deutsche Wetterdienst sei mit seiner Unwetter-Warnung nicht hinterher gekommen. Eine halbe Stunde später, so berichtet Mielke, habe das Gewitter dann den Schliersee erwischt. Auch hier habe die Wasserwacht mehrere Menschen vom See holen müssen.

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In Bad Wiessee waren neben den örtlichen Wasserwachten unter anderem auch die DLRG-Ortsgruppen Gmund, Tegernsee und Bad Aibling sowie der Rettungsdienst, die SEG Transport Tegernseer Tal, die Feuerwehr Tegernsee und der Rettungshubschrauber Christoph 1 im Einsatz.

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