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Bis zur Moar-Alm rei cht das Gelände des Piesenkamer Golfplatzes. 

Piesenkamer Golfplatz weckt Sorgen bei Nachbarn

Golfplatz: Sachsenkam will Parkplatz-Situation geklärt wissen

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Waakirchen - Wird die Moar-Alm zum Herzstück des Golfplatzes oder bleibt es bei dem Piesenkamer Stade? Im Gespräch bleibt beides. In Sachsenkam beobachtet man das mit Sorge.

Waakirchen/Sachsenkam – Golfplatz-Betreiber Karl Heinz Krutz möge Farbe bekennen, hatte der Waakirchner Bauausschuss in der Oktober-Sitzung gefordert. Inzwischen hat laut Gemeinde-Geschäftsführer Franz Schweiger ein Gespräch mit dem Investor stattgefunden. Dabei habe Krutz versichert, er wolle an der Planung in Piesenkam festhalten. Die sieht unter anderem die Nutzung des Stadels von Georg Schwaighofer als Club-Domizil vor. Neben dem Stadel ist eine Driving Range geplant. Damit die Golfer sicher vom Stadel zum Platz kommen, ist der Bau einer Unterführung der Kreisstraße vorgesehen.

All dies ist Inhalt eines Bebauungsplans, der noch nicht rechtskräftig ist. In nicht öffentlicher Sitzung beschloss der Bauausschuss jetzt, das Verfahren fortzuführen. Inzwischen habe Krutz auch alle Unterlagen zum Wasserrecht eingereicht, erklärt Schweiger. Seiner Einschätzung nach kann der Satzungsbeschluss in etwa drei Monaten erfolgen. Werden alle Vorgaben der Gemeinde erfüllt, darf Krutz die Anlage im Frühjahr fertigstellen.

Für Verwirrung hatte die Entscheidung von Krutz geführt, die an den Platz grenzende Moar-Alm drei Jahre lang zu pachten. Die Nutzung des Gasthauses als Clubhaus war früher schon einmal der Wunsch des Investors gewesen. Doch damals konnte er sich mit Besitzerin Christine Robert nicht einigen. Jetzt, da ihm die Pacht doch geglückt ist, fragte man sich im Waakirchner Rathaus, ob die Piesenkamer Planung nun für den Papierkorb ist.

Eine Frage, die in Sachsenkam nicht minder bewegt. Dort war die Entwicklung Thema im Gemeinderat. Die Moar-Alm wird derzeit vom Golfplatz genutzt und dient übergangsweise auch als Startpunkt. Die Auswirkungen haben die Anlieger der Grundstücke am Gemeindeweg von der B 13 zur Gaststätte bereits zu spüren bekommen. „Der Parkplatz war voll, und die Autos standen links und rechts in den Wiesen“, schilderte Franz Lettner, einer der betroffenen Landwirte und Gemeinderat. „Das ist kein Zustand.“ Bei einem Kontakt mit dem Betreiber habe dieser versprochen, für Abhilfe zu sorgen. „Warten wir mal ab.“

Vor allem sehen die Sachsenkamer Gemeinderäte wegen der knappen Zahl von Parkplätzen an der Moar-Alm noch massive Probleme auf sich zukommen – zumal der Golfclub in den Lokalzeitungen um Mitglieder werbe. „Wie soll das funktionieren, wenn der Parkplatz schon jetzt bei 130 Mitgliedern überfüllt ist ?“, lautete die Frage im Sachsenkamer Gemeinderat. Das Gremium will die negativen Auswirkungen auf Sachsenkamer Gebiet nicht hinnehmen.

In der Diskussion wurde darauf hingewiesen, dass die Parkplätze im Bereich der Kreisstraße vorgesehen waren. In einem Übersichtsplan auf der Homepage des Golfclubs seien jedoch nur Parkmöglichkeiten bei der Moar-Alm angegeben, hieß es. „Wir sollten in Erfahrung bringen, welche rechtlichen Möglichkeiten die Gemeinde hat“, regte Zweiter Bürgermeister Johann Huß an. Ob zum Beispiel eine Wiese im Bereich der Moar-Alm zum Parkplatz umfunktioniert werden könne. Bürgermeister Hans Schneil schloss dies aus. „Diese wäre eine Nutzungsänderung, die im Gemeinderat behandelt werden müsste.“ Gleiches gelte auch für die Einrichtung einer Driving Range in diesem Bereich. Um die offenen Fragen zu klären, will Schneil nun ein Gespräch mit seinem Waakirchner Amtskollegen Sepp Hartl führen.

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