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Wer eine TegernseeCard hat, darf eine Strecke mit dem Schiff gratis zurücklegen.

Angebot der TegernseeCard scheint ein Erfolg zu werden

Gäste fahren ab auf Gratis-Schifffahrt

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Wer eine TegernseeCard hat, darf am Tegernsee gratis an Bord der Schifffahrt gehen. Die Pilotphase soll zwar bis 2018 dauern, doch schon jetzt zeigt sich: Das Projekt ist ein Erfolg.

Tegernsee – Ende Mai hatte die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) Bayerns Finanz- und Heimatminister Markus Söder (CSU) als obersten Chef der Staatlichen Schlösser- und Seenverwaltung und damit auch Herrn über die weißblaue Flotte auf Königssee, Starnberger See, Ammersee und Tegernsee, medienwirksam auf der MS Tegernsee empfangen. Söder ging mit der TegernseeCard an Bord, schipperte bei Bilderbuchwetter im Beisein der Bürgermeister über das klare Wasser und zog eine erste zufriedene Bilanz. Gerade mal vier Wochen war damals das Angebot der Gratis-Schifffahrt mit Gästekarte am Laufen. Und bereits 4000 Urlauber hatten es bis dahin schon genutzt. „Die Gratisfahrten mit der TegernseeCard sind ein gutes Projekt, um die Region weiter zu entwickeln“, hatte Söder gelobt und sich davon überzeugt gezeigt, dass das Angebot ein Erfolg werde.

10.000 Fahrten allein im Juli

Dieser Erfolg zeichnet sich tatsächlich bereits ab: „Das Interesse ist sehr groß“, stellt Lorenz Höß, Betriebsleiter der Tegernseer Schifffahrt mit Blick auf die Statistik fest: Allein im Juli registrierte er 10 000 Fahrten mit Gästekarte. Überhaupt scheinen Ausflügler und Einheimische heuer auf eine Tour mit der Flotte regelrecht abzufahren: 31 000 zahlende Gäste gingen im Juli an Bord. Ja, das Angebot der Gratis-Fahrten schlage gut ein, findet Höß. 

Am stärksten seien dabei bisher die Strecke von Tegernsee nach Bad Wiessee und zurück sowie die Strecke von Bad Wiessee nach Rottach-Egern und zurück frequentiert. Wer Urlaub am Tegernsee macht und von seinem Vermieter eine TegernseeCard bekommt, darf täglich eine Strecke hin und zurück kostenlos nutzen. Zwischenstopps darf er keine mache, auch sind die Rundfahrten von dem Gratis-Angebot ausgeschlossen. Wer dies wünscht, muss dafür auch bezahlen. Die Kosten für die Gratisfahrten übernimmt zu 80 Prozent die TTT, 20 Prozent zahlt die Schifffahrt. Nach langen und zähen Verhandlungen hatten sich der Freistaat und die TTT vor einem Jahr auf diesen Vertrag geeinigt.

Tragen die Gästefahrten tatsächlich dazu bei, den Verkehr rund um den See zu entlasten? Genau dieses Ziel wird mit dem Angebot verfolgt. „Das glaube ich schon“, sagt Höß angesichts der bisherigen Zahlen. 10 000 Fahrten auf dem Schiff, sind schließlich theoretisch 10 000 Fahrten auf der Straße.

Gastgeber, Schifffahrt und Touristiker seien mit der Entwicklung zufrieden, fasst TTT-Sprecherin Elisabeth Helfer zusammen. Für Marcus Weisbecker, Stellvertretender Geschäftsführer der Staatlichen Seenschifffahrt, sei es hingegen noch zu früh für eine Bilanz: „Wir warten noch den September ab, dann können wir im Oktober zum Fahrplanwechsel die Zahlen vergleichen.“

Die Testphase, da sind sich alle Beteiligten einig, werde wie geplant auch im nächsten Jahr andauern. „Erste Erfahrungen haben gezeigt, dass an Bord noch ein Feinschliff nötig ist“, so die TTT-Sprecherin. Gemeint ist die Hard- und Software der Lesegeräte für die Gästekarte. Sie funktioniert offenbar immer noch nicht reibungslos.

gr

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