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Einen niedlichen Anblick bieten die Graugänse und ihr flauschiger Nachwuchs derzeit an der Point in Tegernsee. Da die Tiere aber stattliche Kothäufen produzieren, sind sie vielen ein Dorn im Auge. 

Population hat deutlich zugenommen

Wachsende Gänseschar am Tegernsee: Droht im Sommer ein tierisches Problem?

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
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An der Point in Tegernsee herrscht munteres Geschnatter: Dort tummeln sich zahlreiche Graugänse mit ihrem Nachwuchs. Was putzig wirkt, könnte sich erneut zu einem tierischen Problem entwickeln.

TegernseeDass sich die Graugänse – früher ein paar wenige Exoten am See – zuletzt stark vermehrt haben, sei dem Tierschutzverein Tegernseer Tal bekannt, erklärt Vorsitzende Johanna Ecker-Schotte. Der Winter war mild, zahlreiche Küken wurden ausgebrütet. „Wir gehen aber davon aus, dass die Natur den Bestand von selber regelt“, meint die Rottacherin. Aufgrund natürlicher Feinde würden etliche der Küken wohl nicht überleben. Ecker-Schotte rät deshalb dazu, erst einmal abzuwarten. Sollten die Gänse dennoch als „massive Störung“ empfunden werden, schlägt sie eine Vergrämung des Federviehs vor. Versuche, die Tiere zu vertreiben, dürften aber nicht zu schnell aufgegeben werden, betont Ecker-Schotte. Sie müssten mittel- bis langfristig angelegt sein.

Ein Problem sind in erster Linie die stattlichen Kothäufen, die die Tiere ungeniert in den Bade- und Freizeitanlagen hinterlassen. Schon in den vergangenen Jahren hatten diese Hinterlassenschaften für reichlich Ärger rund um den See gesorgt.

Theoretisch unterliegt die Graugans dem Jagdrecht und dürfte zu bestimmten Zeiten geschossen werden. Bei der Bürgerversammlung in Bad Wiessee im vergangenen Jahr war bereits die Forderung laut geworden, endlich etwas gegen die Gänse-Plage zu unternehmen. Der damalige Bürgermeister Peter Höß hatte erklärt, dass es in seinen Augen nur eine Lösung gebe: Die Graugänse müssten zur Jagd freigegeben werden. Sobald der Badesommer am Tegernsee beginnt, dürfte die Diskussion darüber von Neuem aufflammen.

Lesen Sie hier einen großen Bericht über den Problem-Schwan vom Tegernsee

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