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Rund um den Tegernsee tut sich derzeit jede Menge in der Hotel- und Gaststätten-Szene. Einige Häuser werden derzeit aufwendig renoviert und sollen schon bald unter neuer Führung wieder eröffnen.

Pächterwechsel, neue Küchenchefs, Wiedereröffnungen

Großes Köche-Karussell: Das tut sich in der Gastro-Szene am Tegernsee

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Ein neuer Küchenchef da, ein Pächterwechsel dort. Das Gastro-Karussell dreht sich derzeit rasant am Tegernsee. Hier eine Übersicht über alle neuen Entwicklungen in der Gastro-Szene.

Tegernseer Tal Zum Jahreswechsel haben sich so viele Veränderungen in der Gastronomie des Tegernseer Tals ergeben wie schon lange nicht mehr. Hier die Übersicht:

Seehotel Zur Post in Tegernsee

Da schau her: Obwohl der Mietvertrag mit den Wirsleuten Brigitte und Eduard Zech seit Ende Dezember offiziell beendet ist, läuft der Betrieb im Seehotel zur Post mitten in Tegernsee weiter. Zech will mit seinen 70 Lebensjahren endlich in Ruhestand gehen, doch Eigentümerin Lola Pierburg, die mit ihren beiden Töchtern und dem Sohn die Rosemarie Neusen KG bildet, wusste bisher nicht so recht, wie es weitergehen soll.

Eine Komplett-Renovierung könnte ein Fass ohne Boden werden. Jetzt kündigt Pierburg an: „Es geht weiter mit Hotel und Gasthaus.“ Interessenten gibt es offenbar zahlreiche. Allerdings ist das Haus in keinem Gästeführer mehr verzeichnet. Fazit: es köchelt.

Villa am See in Tegernsee-Süd

Mit Erich Schwingshackl leuchtete hier sogar schon ein Stern. Doch seit September 2017 klappert kein Besteck mehr: Die Villa am See ist geschlossen – und zwar dauerhaft, wie auf der Homepage zu lesen ist. Eigentümer Klaus Hurler wirkt auf die Nachfrage, wie es denn mit dem Hotel, dem Restaurant und dem Gastro-Schiff am Seeufer weitergehen soll, fast ein wenig genervt: Er habe „keine Lust mehr auf ein Hotel, und schon gar nicht am Tegernsee“. Und Schwingshackl? Wurde als Standlbetreiber am Tölzer Christkindlmarkt gesehen. Fazit: zäh.

Egerner Höfe in Rottach-Egern

Ein neuer Chef am Herd soll noch mehr Glanz in die Dichterstub’n im Parkhotel Egerner Höfe bringen: Thomas Kellermann (47) aus der Oberpfalz wird ab Mai Michael Fell (54) ablösen. Der war hier 25 Jahre lang tätig und erst im Dezember wieder mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet worden. Kellermann bringt ebenfalls Sterneglanz mit, hat im Laufe seiner Karriere zwei gesammelt. Fazit: alles in Butter.

Schönheitsfarm Gruber in Rottach-Egern

Michael Fell (siehe Egerner Höfe) bleibt Rottach-Egern treu. Der 54-jährige Sternekoch sorgt künftig in der renommierten Schönheitsfarm von Gertraud Gruber für das Wohlbefinden der Gäste aus kulinarischer Sicht. Er löst übrigens Adi Bucher ab, der 35 Jahre lang dem Haus die Treue gehalten hatte. Fazit: schön und gut.

Bachmair am See in Rottach-Egern

„Wir verschönern unser Haus. Aus diesem Grund ist das Hotel geschlossen. Wir freuen uns, Sie ab Frühjahr 2018 wieder bei uns begrüßen zu dürfen.“ So steht’s auf der Homepage des Hotels Bachmair am See in Rottach-Egern. Sogar die Nummer einer Buchungshotline ist angegeben. Obwohl das Hotel seit November geschlossen hat, meldet sich eine freundliche Stimme an der Rezeption, verbindet sogar zur Geschäftsleitung. Dann Schweigen: „Wir haben nichts zu sagen“, gibt sich die Sprecherin wortkarg. „Es gibt keinen Plan.“

Und alle fragen sich: Wie können die Eigentümerinnen – neben Karin Rauh-Bachmair sind das die beiden Töchter Maximiliane Rauh und Sabine Herrmann – dann eine Wiedereröffnung schaffen? Wo es noch nicht einmal Pläne gibt? Das Rätselraten dauert an. Fazit: kein Rezept.

Wiesseer Hof in Bad Wiessee

Zum Jahresende hat Hotelier Korbinian Kohler sein Imperium um ein weiteres Haus vergrößert, und der Komplett-Umbau hat schon begonnen: Der Wiesseer Hof soll ein Drei-Sterne-Hotel im modern-bayerischen Stil werden mit einem öffentlichen Restaurant, in dem es gesunde, leichte Gerichte gibt. „Wir wollen junge Gäste ansprechen, die mal für ein Waldfestwochenende bleiben, oder auch Sportler und Tagungsgruppen“, beschreibt Kohler sein Konzept. Mitte des Jahres soll der Wiesseer Hof dann neu eröffnen. Fazit: gute Würzmischung.

Altes Bad in Kreuth

Gesundheitliche Probleme haben sie zu dem Schritt bewogen: Nach neun Jahren haben Johanna und Axel Winkelmann das Alte Bad in Wildbad Kreuth verlassen. Untätig bleibt das Vollblut-Wirtepaar aber keinesfalls. An der Riedersteinstraße in Tegernsee betreiben sie jetzt das Gästehaus Florian. Und dem werden sie sich nun voll und ganz widmen.

Im Alten Bad sollen möglichst schon im März die Lichter wieder angehen, wie einer Anzeige des Brauhauses Tegernsee zu entnehmen ist. „Wir suchen für unsere traditionsreiche Gaststätte ein motoviertes und engagiertes Wirtepaar“, heißt es da. Arnold Niedermeier vom Brauhaus hofft, die Wiedereröffnung im März zu schaffen. „Das wär’ uns am liebsten“, sagt er. Wer neuer Pächter wird, ist allerdings noch offen. Fazit: alles am Dampfen.

Feichtner Hof in Finsterwald

Erst dieser Tage wurde der letzte Gast bedient, jetzt ist die Küche kalt. Besitzer Kristian Nicol Worbs (63) hat das ohnehin zum Jahreswechsel ausgelaufene Pachtverhältnis mit Thomas Thielemann (53) nicht verlängert. Worbs will das Hotel mit bisher 18 Zimmern und 35 Betten umbauen und anschließend selbst betreiben. Das Wirtshaus soll ein neuer Pächter übernehmen. Wer das sein wird, ist offen. „Mir ist noch kein Nachfolger bekannt“, sagt Thielemann, der gerade die Gaststätte ausräumt. An welchem Herd er künftig den Kochlöffel schwingen wird, ist ebenfalls offen. Für die Gäste im Feichtner Hof sind die Aussichten dennoch rosig: Für 1. April peilt Worbs die Wiedereröffnung an. Fazit: halbgar.

Maximilian in Gmund

Im Frühjahr, der genaue Eröffnungstermin steht noch nicht fest, wird der fast 680 Jahre alte Gasthof Maximilian in Gmund nach seiner zeit- und kostenaufwändigen Sanierung durch das Brauhaus Tegernsee zu neuem Leben erweckt. Dann mischen die neuen Pächter, das Ehepaar Martina und Alois Gartenleitner aus Schliersee und ihr Küchenchef Tobias Krüger mit in der Gastro-Szene rund um den Tegernsee. Fazit: es ist angerichtet.

gr

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