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87 Fünftklässler haben sich für das Gymnasium Tegernsee angemeldet. Ein zufriedenstellender Wert.

Anmeldezahlen in Gymnasium und Realschule 

Schülerschwund – das war einmal

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Schülerschwund ist am Tegernseer Gymnasium kein Thema mehr. Die Anzahl der Anmeldungen hat sich mit 87 stabilisiert. Auch an der Gmunder Realschule gibt es mit 73 künftigen Fünftklässlern Grund zur Zufriedenheit.

Tegernsee/Gmund– Im Jahr 2014 hatten die Zahlen noch ganz anders ausgesehen. Damals hatte die Realschule ihr neues Gebäude in Gmund bezogen, zugleich startete in Holzkirchen das neue Gymnasium. Die Konsequenz: Nur noch 56 Fünftklässler entschieden sich damals für das altehrwürdige Gymnasium in Tegernsee. Ein alarmierender Einbruch – die Zukunftsfähigkeit der Schule wurde offen infrage gestellt. Von diesem Schock hat man sich erholt. „Mit 87 Neuanmeldungen sind wir zufrieden“, sagt Direktor Werner Oberholzner. „Mehr ist in diesem Einzugsbereich nicht zu holen.“ Seine Schule punkte nun mit einem guten Angebot, motivierten Lehrern und einer sehr guten Ausbildung.

Für die Realschule Tegernseer Tal haben sich heuer 73 Fünftklässler angemeldet. Weiterhin der Renner ist in Gmund das Angebot der Chorklassen mit zusätzlichem Musikunterricht. Rund die Hälfte aller Schüler beteiligt sich laut stellvertretendem Schulleiter Tobias Schreiner daran. Hinzu kommen einige Mittelschüler, die den Umstieg wagen. Und sage und schreibe 34 Bewerber, die sich über den Probe-Unterricht für die Realschule qualifizieren wollen. Diesen Weg können Schüler gehen, die in Mathematik, Deutsch sowie Heimat- und Sachkunde nicht den geforderten Notenschnitt von 2,66 erreicht haben.

„Sonst hatten wir immer zwölf bis 15 Teilnehmer am Unterricht“, sagt der stellvertretende Schulleiter. „Ich habe keine Erklärung dafür, warum es dieses Mal so viele sind.“ Bei Schreiner löst dieser Ansturm zwiespältige Gefühle aus. Auf der einen Seite bewiesen die Zahlen, dass sich die Schule in Gmund etabliert hat. Auf der anderen Seite bereite ihm Sorgen, „dass der Expertise der Grundschullehrer nicht mehr vertraut wird“. Dabei sei deren Einschätzung der Unterrichts-Eignung im Regelfall „sehr, sehr zutreffend“. Schreiner tun jene Kinder leid, die erst den den geforderten Notenschnitt nicht erreichen und dann auch noch im Probe-Unterricht durchfallen: „Das muss ein Neun- oder Zehnjähriger erst mal wegstecken.“

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