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Der Blitz-Anhänger ist im Nachbarlandkreis schon im Einsatz. Unser Foto zeigt den Zweckverbands-Vorsitzenden Michael Braun und Polizeidirektor Peter Böttinger bei einer Präentation des Geräts im September in Bad Tölz.

Gespräche mit dem Zweckverband laufen

Das Hagn-Paket: Ein Blitz-Anhänger und viele Kontrollen

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Das Lkw-Nachtfahrverbot und das Hundeverbot an der Point haben eines gemeinsam: Ohne Kontrolle fruchten sie nicht. Bürgermeister Johannes Hagn will deshalb ein besonderes Paket schnüren.

Tegernseer Tal - „Spruchreif ist das eigentlich noch nicht“, meint Johannes Hagn (CSU). Gesprochen wurde darüber aber trotzdem. Rottachs Bürgermeister Christian Köck (CSU) berichtete im Gemeinderat darüber, dass sein Tegernseer Kollege Hagn den Kauf eines Blitz-Anhängers fürs Tegernseer Tal empfehle. Eine Information, mit der Köck seinen Bericht über die Arbeit des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit Oberland würzte. Rottach-Egern gehört dem Zweckverband an und lässt Temposünder verfolgen, Tegernsee noch nicht.

Aber Hagn führt derzeit Gespräche mit dem Verband. Und dabei geht es nicht nur um die Überwachung des fließenden Verkehrs, die in Tegernsee noch nicht erfolgt. „Ich möchte ein ganzes Paket schnüren“, meint Hagn. Zunächst lote er aus, welche Möglichkeiten es gebe und wie hoch die Kosten sind. Die Erkenntnisse wolle er dann mit dem Stadtrat und seinen Bürgermeister-Kollegen besprechen. Schließlich könnte es fürs ganze Tal interessant sein. Im Moment sei es zu früh, um ins Detail zu gehen. „Wir sind erst in der Planungsphase.“

Will mehr Kontrollen: Johannes Hagn.

Das Ziel ist klar umrissen. Es geht darum, diverse Verbote durch konsequente Kontrollen und Ahndung durchzusetzen. „Wir sind da in der Verantwortung“, findet Hagn. Und es reiche nicht aus, darüber zu reden: „Wir müssen etwas tun.“ Die Polizei könne die Überwachung der diversen Verbote nicht leisten und müsse von diesen Aufgaben auch entlastet werden, findet Hagn. Die Kommunen dürften Ordnungsaufgaben aber übertragen, zum Beispiel an den Zweckverband. Welche Kontrolldienste dieser übernehmen könnte und welches Angebotspaket für die Kommune passt, ist Gegenstand der Vorgespräche, die Hagn derzeit führt. Lange sollen die Ergebnisse nicht auf sich warten lassen. „Wir wollen das bis zum Sommer durchhaben“, meint Hagn.

Der Blitz-Anhänger für Tal, über den Köck den Gemeinderat informierte, könnte ein Teil des Pakets sein. Es handelt sich um eine vor Vandalismus geschützte Radarfalle, die ohne Einsatz von Personal an wechselnden Orten eingesetzt werden kann. 200 000 Euro koste ein solches Gerät, meinte Köck, dazu kämen 13 000 Euro laufende Kosten im Monat. Es sei zu überlegen, ob es sich um eine gute Anschaffung fürs Tal handle. Dies werde noch Thema einer Bürgermeister-Runde sein.

Über Summen will Hagn derzeit lieber noch nicht reden. „Wir sind erst in der Planungsphase.“ Welche Kontrollen sich Hagn für Tegernsee wünscht, ist bereits klar. Da ist zum einen die Überwachung des Lkw-Nachtfahrverbots zwischen 22 und 6 Uhr. Die Jagd nach Temposündern tagsüber hält Hagn hingegen für wenig sinnvoll. „Schneller als 50 kann man Tegernsee sowie nur nachts um zwei Uhr fahren.“ Engmaschig überwachen lassen will Hagn neben dem Radfahrverbot auf dem Steg vor allem auch das Hundeverbot an der Point und an der Länd: „Da hatten wir im Sommer viele Probleme.“

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