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Das frühere Hotel Bastenhaus soll zum Flüchtlingsheim werden. Aktuell stellen die Umbaukosten ein Problem dar.

Auf die Schnelle keine Lösung

Hotel Bastenhaus: Wer übernimmt die Umbaukosten?

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60 Flüchtlinge sollen ins ehemalige Hotel Bastenhaus ziehen - wann, das steht noch immer nicht fest. Der Grund: Das Landratsamt und die Regierung von Oberbayern diskutieren über Umbaukosten. 

Eigentlich hätte man erwartet, dass der Umbau des ehemaligen Hotels Bastenhaus in Tegernsee jetzt flott über die Bühne geht. Dass ganz schnell Handwerker anrücken, damit möglichst rasch 60 Geflüchtete in das jetzt leer stehende Haus einziehen können. Schließlich werden Unterkünfte nach der Schließung der Rottacher Traglufthalle dringend gebraucht. Und das Ringen zwischen der Stadt Tegernsee und dem Landkreis um die Nutzung als Flüchtlingsheim hat ohnehin schon viel Zeit gekostet – fast ein Jahr. 

Anfang Februar endlich kam’s zur Einigung, die Nutzungsänderung ist bewilligt (wir berichteten). Aber bis jetzt ist alles still geblieben im Bastenhaus. Und es wird wieder gerungen. „Momentan diskutieren wir mit der Regierung von Oberbayern die Übernahme der Umbaukosten“, teilt Birger Nemitz, Sprecher des Landratsamtes, auf Nachfrage mit. Die Rede war von 80.000 Euro, die vor allem in den Umbau der Küche zu kleineren Einheiten fließen sollten. Jetzt erklärt Nemitz, ohne Kosten zu nennen, dass zum Bauantrag ein Brandschutz-Konzept eingereicht werden müsse. 

Auf die Schnelle ist mit einer Lösung wohl nicht zu rechnen. Auf die Frage, wann mit dem Einzug von Asylbewerbern in das frühere Hotel zu rechnen ist, erklärt Nemitz nur: „Mittelfristig sollte das Bastenhaus belegt werden.“ Dies wäre für alle Beteiligten wünschenswert, auch für die Stadt Tegernsee. Und das Landratsamt. „Eine Unterkunft von dieser Größe wäre auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes, die mit der Wohnungssuche beschäftigt sind, eine signifikante Entlastung“, lässt Nemitz wissen. 

Als Flüchtlingsunterkunft angemietet hat der Freistaat das Bastenhaus bereits seit dem Juni 2016. Der Vertrag läuft zehn Jahre lang, zur Höhe der Pacht äußert sich die Regierung von Oberbayern nicht. Bis zum Mai 2016 war das direkt am Seeufer gelegene Bastenhaus als Hotel und Restaurant in Betrieb. Der Stadt Tegernsee ist es wichtig, dass die Liegenschaft nur vorübergehend als Flüchtlingsheim genutzt wird. Danach soll auf dem Areal wieder ein Hotel betrieben werden. Grundsätzlich stehe die Stadt hinter der Umwandlung des Bastenhauses als Unterkunft für Asylbewerber, hatte Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) immer wieder betont. So heißt es auch im Februar-Beschluss des Stadtrats: „Turnhallen und Container sind nicht für die Unterbringung von Flüchtlingen geeignet.“

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