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Seine Tage sind gezählt: Der Spielplatz an der Hochfeldstraße muss wegen des Neubaus des Feuerwehrhauses weichen. Im Kurgarten wird aber für Ersatz gesorgt.

Spielschiff, Schaukelanlage, Trampolin und einiges mehr

Neues Spielparadies für Kinder: Das ist im Tegernseer Kurgarten geplant

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Der Spielplatz an der Hochfeldstraße in Tegernsee muss wegen des neuen Feuerwehrhauses weichen. Allerdings sorgt die Stadt für Ersatz. Im Kurgarten soll ein Spielparadies für Kinder entstehen.

TegernseeDass der noch bestehende Kinderspielplatz an der Hochfeldstraße in Tegernsee wegen der Neubaupläne des Feuerwehrhauses in den Kurgarten verlegt wird, ist bereits beschlossene Sache. Jetzt erfuhr der Stadtrat, wie der neue Spielplatz aussehen könnte und brachte die weitere Planung auf den Weg.

Eine Spielgolf-Anlage gibt es bereits im Tegernseer Kurgarten. Demnächst kommt eine neue Attraktion dazu, denn die bisher grüne Wiesenfläche auf Höhe des Olaf-Gulbransson-Museums wird buchstäblich zur Spielwiese. Schon mehrfach, so berichtete Stephan Herbst vom Bauamt jetzt im Stadtrat, habe sich ein Arbeitskreis mit Bürgermeister Johannes Hagn (CSU), den Fraktionssprechern sowie dem Vorstand des Kinderfördervereins und auch Gärtnern des Bauhofs getroffen. Erstmals im April 2018, um die Rahmenbedingungen festzulegen, Ideen zu sammeln und Firmen anzuschreiben. Ideen von Schulkindern flossen offenbar mit ein, und auch der Nachwuchs so mancher Stadträte konnte seine Meinung abgeben. Heuer im Februar wurden die Vorschläge vorgestellt, dann erneut überarbeitet. Jetzt bekam der Stadtrat den Favoriten des Arbeitskreises präsentiert. Kinder jeden Alters können sich demnach freuen.

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Geplant ist ein stattliches Spielschiff, das in Teile zerlegt ist und viele Möglichkeiten zum Balancieren und Klettern bietet. Ein Rutschturm, ein riesiger Sandkasten, eine Schaukelanlage, ein Drehkarussell, eine Drehscheibe, ein Trampolin und noch einige weitere Attraktionen werden im Kurgarten platziert. Die Geräte sollen möglichst aus natürlichen Werkstoffen, also Holz, gebaut sein. Wenn alles steht, ist auch vereinzelt Sonnenschutz vorgesehen. Das komplette Areal soll eingezäunt werden. Wie, darüber habe der Arbeitskreis bereits rege diskutiert, berichtete Herbst. Nun soll alles auf einen Zaun nach Vorbild der Hochfeldstraße hinauslaufen.

Den neuen Spielplatz lässt sich die Stadt einiges kosten: 133.000 Euro, plus Kosten für Aushub, Zaun und Planung, werden wohl fällig. „Wir haben echt konstruktiv gearbeitet“, fasste Peter Schiffmann (SPD) das Ergebnis zusammen. Er hielt es für machbar, dass die Pläne schon 2020 umgesetzt werden könnten. Markus Schertler (CSU) freute sich über die Vorschläge, outete sich als „kleines Spielkind“ und meinte, dass es sich der Arbeitskreis nicht leicht gemacht habe. Dennoch vermisste Peter Friedrich Sieben (FWG) angesichts der vielen Geräte Raum für Kreativität. Vize-Bürgermeister Heino von Hammerstein (Bürgerliste) fehlte ein „Platz zum Pritscheln“. Rudolf Gritsch (CSU) verwies da auf das bestehende Wasserspiel an der Länd und regte zugleich an, dieses ein wenig aufzupeppen.

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Stephan Herbst vom Bauamt klärte auf, warum die Anlage eines Wasserspiels schwierig sei. Man müsse aufwendige Sicherungen vornehmen, da sich darunter die Tiefgarage befindet. Außerdem müsse man für Trinkwasserqualität sorgen. „Und das ist schon ein sehr hoher Aufwand.“ Und überhaupt befinde sich der Tegernsee nur 200 Meter entfernt. Die Spielgeräte von der Hochfeldstraße will die Stadt an anderen Stellen wiederverwenden, etwa im Schulhof der Grundschule, der nach dem Bau des Feuerwehrhauses überplant wird.

Einstimmig wurde am Ende festgelegt, dass die Vorschläge Grundlage für die nun konkrete Planung unter Mithilfe eines Ingenieurbüros sein sollen. Dass die Erweiterung der Tiefgarage unter dem Kurgarten ansteht, kommt dem Spielplatz nicht in die Quere.

gr

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