Das Bastenhaus am Tegernseer Seeufer dient als Flüchtlingsunterkunft. Derzeit leben hier 26 Personen. Es handelt sich um Familien, Alleinerziehende und Frauen.
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Das Bastenhaus am Tegernseer Seeufer dient als Flüchtlingsunterkunft. Derzeit leben hier 26 Personen. Es handelt sich um Familien, Alleinerziehende und Frauen.

Derzeit sind es 26 Bewohner

Flüchtlingsunterkunft: Im sanierten Bastenhaus ist noch viel Platz

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
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Bis zu 50 Geflüchtete könnten im aufwendig sanierten Tegernseer Bastenhaus ein Zuhause auf Zeit finden. Doch derzeit ist dort noch viel Platz.

Tegernsee - Aktuell leben 26 Menschen in dem mit großem Aufwand sanierten ehemaligen Hotel. Wie das Landratsamt mitteilt, handelt es sich um Familien, Alleinerziehende mit Kindern und Frauen.
„Elf weitere Personen wurden von der Regierung von Oberbayern bereits zugewiesen“, erklärt eine Sprecherin. Der tatsächliche Einzug verzögere sich jedoch. Teils deshalb, weil die Betreffenden nicht zum Corona-Test erschienen sind, teils muss der ausländerrechtliche Status im Vorfeld noch geklärt werden. Diese Klärung, so die Sprecherin, falle aber nicht in die Zuständigkeit des Landratsamts.

Das einstige Hotel in Toplage direkt am See steht seit Mitte Dezember 2020 als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung. Als erste Bewohnerin zog vor Weihnachten eine Frau mit Kind ein.

Ehemaliges Hotel seit 2016 als Flüchtlingsheim gemietet

Den Mietvertrag mit der Bastenhaus GbR hatte das Landratsamt als verlängerter Arm der Regierung von Oberbayern bereits im Februar 2016 geschlossen. Er gilt zehn Jahre lang und schreibt einen Mietpreis von 10 000 Euro pro Monat fest. Erst nach Vertragsschluss wurde klar, dass der Brandschutz in dem Gebäude, das bis dahin als Hotel gedient hatte, ganz erheblich verbessert werden musste. Um die Übernahme der Kosten für die Ertüchtigung des Brandschutzes und den nötigen Umbau als Flüchtlingsunterkunft wurde lange gerungen.

Wie teuer die baulichen Maßnahmen am Ende gekommen sind, steht nach Auskunft des Landratsamts immer noch nicht fest. „Da das Objekt erst ab Mitte Dezember bezogen wurde, konnte die Abrechnung noch nicht abschließend erfolgen“, teilt die Sprecherin mit. Auch danach wird die Information wohl erst noch zurückgehalten, lässt das Amt durchblicken. Man sei verpflichtet, zunächst die Regierung von Oberbayern über das Ergebnis der Abrechnung zu informieren.

Noch keine Auskunft zu Umbaukosten

Im Vorfeld waren 345 000 Euro für die Arbeiten angesetzt. Nach langem Hin und Her hatte die Regierung von Oberbayern die Übernahme der Kosten schließlich zugesichert.

Betreut werden die Bewohner des Bastenhauses durch die Asylsozialberatung. Deren Mitarbeiter sind regelmäßig vor Ort und stehen telefonisch zur Verfügung.

Helferkreis wird eingerichtet

Zudem soll ein Helferkreis eingerichtet werden. Mit dessen Aufbau sei die Ehrenamtskoordination sowie der Integrationsbeauftragte des Landkreises derzeit in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Tegernsee beschäftigt, meint die Landratsamt-Sprecherin. Allerdings sei dies wegen der Pandemie schwierig. Somit sei noch offen, wann der Helferkreis seine Arbeit aufnehmen könne.   

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