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Mit einem Flyer, hier präsentiert von Mitinitiator Fritz Joachim, appellieren die Feuerwerks-Gegner an alle Bürger, auf die Knallerei zu verzichten. 

Zäher Kampf gegen die private Knallerei am Tegernsee

Jetzt versuchen es die Feuerwerks-Gegner mit einem Flyer

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Zum Jahreswechsel hat Angela Brogsitter-Finck vor allem einen Wunsch: dass die Leute die Finger von der Böllerei lassen. Ihre Initiative „Feiern ohne Feuern“ hat jetzt einen Flyer herausgebracht.

Tegernseer Tal – Mehr als zwei Jahre ist es her, da hat sich am Tegernsee die Initiative „Stoppt private Feuerwerke“ gegründet. An vorderster Front mit dabei ist Angela Brogsitter-Finck, Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT). Die Gruppierung findet, dass die privaten Feuerwerke am Tegernsee deutlich überhand nehmen und möchte erreichen, dass die Knallerei eingedampft wird.

Es ist ein zäher Kampf, wie sich herausgestellt hat. „Wir können nur an die Vernunft der Leute appellieren“, sagt Brogsitter-Finck. Denn eine rechtliche Grundlage, die privaten Feuerwerke zu verbieten, gibt es für die Kommunen nicht.

Die Initiative reiht in ihrem Flyer eine ganze Latte an Argumenten auf, die ihrer Ansicht nach gegen die Böllerei sprechen. Die starke Belastung für die Umwelt etwa („In der Silvesternacht gelangen so viele Schadstoffe in die Luft wie durch den gesamten Straßenverkehr in fast zwei Monaten“), den Stress für die Tiere („Besonders in der Silvesternacht irren Vögel umher bis zu lebensbedrohlicher Erschöpfung“) und schließlich die Belastung für die Gesundheit des Menschen („15 Prozent aller Schlaganfälle stehen in Zusammenhang mit Feinstaub“).

Zu kümmern scheint das kaum jemanden. Im Gegenteil: Die Feuerwerks-Gegner haben das Gefühl, dass die Knallerei am Tegernsee weiter auf dem Vormarsch ist. Zu vielen Geburtstagen, Hochzeiten oder anderen Festivitäten gehört ein Feuerwerk mittlerweile standardmäßig dazu. Fünf private Feuerwerke in nur zwei Wochen habe allein eine Mitstreiterin aus Tegernsee in diesem Sommer gezählt, erzählt Brogsitter-Finck. „Unser Landkreis nennt sich Öko-Modellregion und wirbt auch damit“, sagt sie. „Dann müssen wir doch auch etwas dafür tun.“

Bei den Kommunen findet die Initiative mit ihrem Anliegen mittlerweile offenbar immer mehr Gehör. Die Stadt Tegernsee etwa hat beschlossen, zumindest ihre Möglichkeiten bei den privaten Kleinfeuerwerken auszuschöpfen und diese künftig nicht mehr zu genehmigen. Und Rottach-Egern will zu seinem Winterfest auf das bislang übliche Feuerwerk verzichten. Zudem hätten alle Gemeinden rund um den See bereits zugesagt, den neuen Flyer der Initiative in den Rathäusern auszulegen, freut sich Brogsitter-Finck. Auch das interpretiert die SGT-Vorsitzende als positives Zeichen seitens der Kommunen. „Es geht uns ja auch nicht um die Großfeuerwerke bei den Seefesten“, stellt sie klar, „sondern um die private Knallerei“.

5000 Stück von dem Flyer haben die Feuerwerks-Gegner vorerst drucken lassen. Sie wollen das orange-farbene Faltblatt mit einer Zeichnung des Karikaturisten Hans Reiser auf dem Deckblatt möglichst flächendeckend im Landkreis Miesbach verteilen. Geschäfte oder andere Stellen, die bereit wären, den Flyer auszulegen, können sich bei Fritz Joachim unter Telefon 08021/74 57 oder direkt bei Angela Brogsitter-Finck unter der Rufnummer 08022/75570 melden.

gab

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