An sechs Stellen im Tegernseer Tal sind die QR-Codes zu finden. Unser Foto zeigt die Station in Gmund.
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An sechs Stellen im Tegernseer Tal sind die QR-Codes zu finden. Unser Foto zeigt die Station in Gmund.

Planet-X-Leiter Clemens Schilling über die Radl-Rallye

Mehrere Stationen, attraktive Preise: So funktioniert die „Tour de Tegernsee“

  • Jonas Napiletzki
    vonJonas Napiletzki
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Um den Jugendlichen auch in Corona-Zeiten etwas zu bieten, hat das Planet X in Tegernsee eine Radl-Rallye gestartet. Noch bis Ende der Sommerferien kann man daran teilnehmen - und attraktive Preise gewinnen.

Tegernsee – Jugendarbeit in Corona-Zeiten ist schwierig – das spürt auch Clemens Schilling, Leiter des Tegernseer Jugend- und Kulturzentrums Planet X. Der 47-Jährige hat sich deshalb um ein Ersatzprogramm bemüht – und gefunden: Seit Ostern bietet das Jugendzentrum eine Radl-Rallye mit sechs Stationen an. An diesen können Teilnehmer QR-Codes scannen, um ihren Einsatz zu bescheinigen. Die „Tour de Tegernsee“ gibt es noch bis zum Ende der Sommerferien. Schilling erzählt im Gespräch mit unserer Zeitung, welcher Aufwand hinter der Organisation steckt und wie groß die Resonanz auf das Angebot ist.

Herr Schilling, was können sich Interessierte konkret unter der „Tour de Tegernsee“ vorstellen?

Clemens Schilling: Im Prinzip ist es eine klassischen Radl-Rallye, die coronakonform ist. Die Route, die auf unserer Homepage ersichtlich ist, führt über sechs Stationen von Gmund über Waakirchen, Bad Wiessee, Kreuth und Rottach-Egern bis Tegernsee. Das Besondere daran: Sie kann jederzeit befahren werden. Ihre Teilnahme bescheinigen die Radler, indem sie sich vorab online registrieren und die QR-Codes an den Stationen scannen. Wo sie starten, ist dabei egal.

Gibt es einen Anreiz für die Teilnahme?

Clemens Schilling: Ja, wir haben etliche Sponsoren, die uns Sachpreise ermöglicht haben. Jeder Teilnehmer zwischen sechs und 27 Jahren erhält für jede abgeschlossen registrierte Runde ein Los, das im Topf landet. Auf dem ersten Platz winkt eine Playstation 5, der zweite Preis ist ein Mountainbike, der dritte ein Tretroller. Von der Spielekonsole sind wir pädagogisch zwar noch nicht ganz überzeugt – aber die Jugend ist es, und davor wollen wir uns ja nicht verschließen.

Wie ist die Resonanz auf das Angebot?

Clemens Schilling: Momentan sind die Reaktionen noch etwas gebremst. Bis jetzt sind 25 Teilnehmer im Rennen. Wir schieben das aber auch auf das Wetter – wir haben den gefühlt schlechtesten Frühling seit Jahrzehnten hinter uns. Seit Beginn der Pfingstferien und dem besseren Wetter gehen die Anmeldungen nach oben. Und die Tour de Tegernsee gibt es ja noch einige Monate.

Wer steckt hinter der Organisation?

Clemens Schilling: Coronabedingt hauptsächlich ich mit der Unterstützung des Kreisjugendrings Miesbach – die Vorbereitung war deshalb schon sehr intensiv. Wer denkt, mit ein paar aufgehängten QR-Codes ist es getan, liegt falsch. Die Ausarbeitung der Rallye, von der Routenplanung über die technische Umsetzung bis hin zu einem guten Design, und die PR für die Aktion waren ziemlich zeitaufwendig. Auch die Sponsoren zu gewinnen, war nicht ganz einfach. Mit im Boot sitzen jetzt der Lions Club, Tegernsee Bike, die VPV Gmund, Füsser Immobilien, Notar Dr. Rottenfusser und Euronics Prestel – für deren Unterstützung sind wir sehr dankbar. Alle zwei Wochen müssen die Codes neu aufgehängt werden, weil sie trotz der Laminierung durchweichen. Ich bin die Route also auch im laufenden Betrieb schon viele Male selbst abgefahren (lacht).

Können Gruppen auch gemeinsam teilnehmen?

Clemens Schilling: Wir haben viele Familien, die sich zusammen angemeldet haben – ja. Wer teilnahmeberechtigt an der Verlosung ist, muss sich aber immer separat registrieren – alles andere wäre für die Gewinnchance wenig sinnvoll.

Wie finden Teilnehmer die Stationen?

Clemens Schilling: Wir geben auf unserer Homepage die Route an, die natürlich freiwillig ist – jeder kann sich auch seine eigenen Wege suchen oder etappenweise teilnehmen. Die letzten Meter müssen die Radler dann selbst finden, wir haben eine Art Fotorätsel dafür entwickelt. Auch ein paar Hinweise werden auf unserer Internetseite gegeben. In Waakirchen beispielsweise: „Hier meisterte einst der Josef Hartl, heute tut dies Norbert Kerkel.“

Infos zur Teilnahme gibt es auf der Homepage des Jugendzentrums unter www.planetx-tegernsee.de/tour-de-tegernsee.

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