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So soll das Almdorf in Tegernsee aussehen.

Wer kriegt jetzt den Zuschlag?

Almdorf: Verhandlungen mit Käfer gescheitert

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Lange sah es so aus, als könnte Kaltenbrunn-Betreiber Michael Käfer den Zuschlag für das geplante Almdorf in Tegernsee bekommen. Jetzt steht fest: Die Verhandlungen mit Käfer sind gescheitert.

Tegernsee – Marion Drux, Pressesprecherin von Michael Käfer, fasst sich kurz: „Man ist sich nicht einig geworden“, bestätigt sie auf Nachfrage. Details zu den Gründen könne sie auch nicht nennen. Rainer Leidecker ist da gesprächiger. Er hat mit der Tegernseer Ernst Tengelmann Projekt GmbH und dem Neuhauser Architekten Johannes Wegmann das Projekt Almdorf entwickelt. Er sucht Investor und Betreiber und bringt die Verträge mit den Besitzern des Almdorf-Areals unter Dach und Fach.

„Unüberbrückbare Differenzen“

Die 4500 Quadratmeter große Fläche am Fuße der Neureuth, auf der das Almdorf mit sieben Almhütten, zwei größeren Höfen mit Gästezimmern und Restaurants sowie einer Tiefgarage geplant ist, gehört Familie Berghammer, die auch den Kohlhaufhof gleich daneben betreibt. Ihr Café Bergschwalbe, das sie bis vor anderthalb Jahren hier geöffnet hatten, soll dafür abgerissen werden. Die Fläche soll in Erbpacht auf 90 Jahre vergeben werden. „Dieser Teil des Vertrags steht, das ist so abgesprochen“, sagt Leidecker. Er spricht von „unüberbrückbaren Differenzen“, die dazu geführt hätten, dass Michael Käfer nun raus ist im Rennen um das Almdorf. „In beiderseitigem Einvernehmen“ hätten Familie Berghammer und Michael Käfer die Verhandlungen beendet.

Was wird nun aus dem Projekt, das seit 2013 die Genehmigungsbehörden beschäftigt und für viel Wirbel gesorgt hat? Was sind die wahren Gründe? Traut man Käfer den erfolgreichen Betrieb eines Almdorfs nicht zu, angesichts des offenbar eher schleppenden Erfolgs von Gut Kaltenbrunn? Hier musste Käfer schon mehrmals nachbessern, die Akzeptanz vieler Einheimischer lässt zu Wünschen übrig.

Wie schon so oft in den vergangenen Jahren ist Rainer Leidecker weiter zuversichtlich: „Ich habe immer gesagt, dass mit drei Interessenten ernsthaft verhandelt wird. Die Gespräche mit den beiden anderen Investoren und Betreibern haben wir immer weiter geführt.“ Anfang Mai, so kündigt Leidecker an, könnte es zu einer Vertragsunterzeichnung kommen. Wenn alles glatt läuft, könnte der Bau im Frühjahr 2018 beginnen.

Seit 2012 ist das Almdorf Thema

Dann wäre der steinige Weg endlich geschafft, den die Projektentwickler bisher zurückgelegt haben: Schon im August 2012 hatte sich der Stadtrat mehrheitlich für die Hotelanlage ausgesprochen. Dann musste die Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen werden. Der Umweltausschuss des Kreistags stimmte mehrheitlich zu, auch wenn deutliche Kritik am „Heidi-Land“ am Fuße der Neureuth geäußert wurde. Der Tegernseer SPD-Sprecher Thomas Mandl reichte in Folge mit weiteren Gegnern eine Petition im Landtag ein, allerdings ohne Erfolg. Die Stadt Tegernsee ebnete den Weg, indem sie einen vorhabenbezogenen Bebauungs- und Erschließungsplan mit zahlreichen Auflagen spickte. Ein Durchführungsvertrag, den die Projektentwickler unterzeichnen mussten, sieht zudem unter anderem vor, dass Gäste nicht länger als sechs Wochen bleiben dürfen, ansonsten ist eine Konventionalstrafe fällig. Im August 2015 wurde der konkrete Bauantrag vom Bauausschuss mit 5:2 Stimmen befürwortet. Am 22. September 2016 wurde vom Landratsamt die Baugenehmigung erteilt. Für 2016 wurde der Spatenstich angekündigt. Leidecker sprach davon, dass es eine Kooperation mit der „Seeperle“ geben könnte, dem geplanten Hotelprojekt an der Rottacher Seestraße. Motto: „Urlaub am See und auf dem Berg“. Davon ist man inzwischen abgerückt.

Abriss der Seeperle im November

 „Seeperle und Almdorf werden zwei unabhängige Projekte“, sagt Leidecker und kündigt zugleich an, dass wohl im November der Abriss der seit 20 Jahren brach liegenden alten Seeperle beginnen werde. Beim Almdorf hingegen bleibt’s spannend.

gr

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