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Das Café Bergschwalbe macht dem Almdorf Platz. 

Verhandlungen 

Käfer muss weiter ums Almdorf zittern

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Tegernsee - Michael Käfer möchte den Zuschlag für das Almdorf. Doch die Verhandlungen sind noch nicht in trockenen Tüchern.  Wie lange muss der Feinkost-König noch zittern?

Michael Käfer ist ein schillernder Name in der Gastronomie-Szene. Und das geplante Almdorf, das am Fuße der Neureuth hoch über dem Tegernsee entstehen soll, ist ein außergewöhnliches Projekt. Seitdem bekannt wurde, dass der Feinkost-König und Kaltenbrunn-Betreiber nun auch nach dem Almdorf-Projekt schielt, reißen sich Medien darum, immer neue Details ans Tageslicht zu befördern.

Dabei ist das Projekt noch immer nicht in trockenen Tüchern. Christian Berghammer, dem das Areal für das künftige Almdorf gehört, ist zurückhaltend: „Solange wir uns nicht einig sind, will ich mich nicht dazu äußern“, sagt der Tegernseer. Noch steht sein Café Bergschwalbe auf dem Grundstück. Das Gebäude wird abgerissen, wenn alles unter Dach und Fach ist. Käfer würde das Areal im Erbbaurecht für die Dauer von 90 Jahren bekommen. Seit fast fünf Jahren wird an dem Projekt gefeilt. Es ist bei Naturschützern umstritten, weil 4500 Quadratmeter aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen werden mussten. Der Baustil der sieben Almhäuser wurde schon als „Heidi-Land“ verspottet. Die Tegernseer Ernst Tengelmann Projekt GmbH und Unternehmer Rainer Leidecker haben das Almdorf mit dem Architekten Johannes Wegmann entwickelt. Leidecker spricht zwar von „guten Verhandlungen“, betont aber, dass es neben Käfer zwei weitere Interessenten gebe. 

Rein planungsrechtlich macht das Projekt Fortschritte. Seit vergangenen Sommer liegt der von der Stadt Tegernsee befürwortete Bauantrag im Landratsamt. Laut Pressesprecher Birger Nemitz sind sechs Fachstellen am Genehmigungsverfahren beteiligt. „Momentan warten wir noch auf eine Stellungnahme des Landesamtes für Umwelt zur Bewertung des vorliegenden Bodengutachtens“, sagt Nemitz. Vor wenigen Tagen habe ein Gespräch mit Leidecker im Landratsamt stattgefunden, bei dem klar wurde: Die letzten Hürden sind fast genommen. 

Bekommt Käfer tatsächlich den Zuschlag, dann müsste der Bauantrag aber überarbeitet werden. „Herr Käfer hat täglich viele neue Ideen, möchte noch authentischer und noch schöner planen“, so seine Sprecherin Marion Drux. „Altes Holz und moderner Komfort, das ist ihm wichtig.“ Zwei bisher große Gastronomie-Gebäude würde er durch Wohngebäude ersetzen. Ein kleines Gastro-Angebot wäre ausreichend. Schließlich sollen die Gäste ja nach Kaltenbrunn zum Essen kommen. Ob es bei der Tiefgarage bleibe, sei zudem ungewiss, so Drux. Einen Baubeginn noch in diesem Jahr hält die Käfer-Sprecherin nicht für realistisch. Der Abriss der Bergschwalbe sei laut Landratsamt aber jederzeit möglich. 

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