An der Spitze: (v.l.) Vize-Vorsitzende Steffi Erlacher, Schriftführerin Maria Strillinger und Vorstand Daniel Strillinger.
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Daniel Strillinger (r.) mit Vize-Vorsitzender Steffi Erlacher und Schriftführerin Maria Strillinger.

Kein Ende der Corona-Vorgaben in Sicht

Verlängerter Lockdown bringt Betriebe in Bedrängnis

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
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Der erste Lockdown, der zweite, die Verlängerung: Die Gastronomen haben eine bittere Pille zu schlucken.

Der erste Lockdown, der zweite, die Verlängerung. „Es ist unerträglich, wie sich das zieht“, sagt Sven Scheerbarth, Direktor des Hotels Das Tegernsee in Tegernsee. „Und es ist auch unerträglich, wie das kommuniziert wird.“ Dass auch gleich noch die Faschingsferien gestrichen wurden, fällt für ihn angesichts des Gesamt-Desasters nicht weiter ins Gewicht. Zumal Scheerbarth nicht daran glaubt, dass die Hotellerie im Februar wieder öffnen darf. Er rechne mit einem längeren Zeitraum, so sehr das auch schmerze: „Wir müssen uns alle in Geduld üben.“ Leider gebe es keine Planungssicherheit mehr. Die Situation treffen die großen Hotels hart, weiß Scheerbarth. Nachdem ganze Geschäftszweige wie die Tagungen weggebrochen seien, lohne der Aufwand kaum, den der Betrieb verursache. Viele große Hotels hätten nach dem ersten Lockdown gar nicht erst wieder aufgemacht.

Hoffnung auf einen Saisonstart zu Ostern

Daniel Strillinger, Vorsitzender des Kur- und Verkehrsvereins Bad Wiessee, betreibt das Gästehaus Steinbrecherhof. Dass der Lockdown verlängert wird, hat ihn nicht überrascht. „Es ist bitter, aber wir müssen es wohl schlucken“, meint er. Dass die Faschingsferien auch gestrichen werden, trifft den Betrieb zusätzlich. „Wenn’s Schnee gibt, buchen die Gäste auch kurzfristig“, weiß Strillinger. Allerdings, ahnt er, könnte auch die Verlängerung noch in die Verlängerung gehen. Strillinger hofft, wenigstens zu Ostern wieder loslegen zu können. Denn dann beginnt am Tegernsee üblicherweise die Saison. Die Wintermonate, so Strillinger, nutzten viele Betriebe für Renovierungen. „Aber den meisten wird langsam das Geld dafür ausgehen“, fürchtet er. Die Situation werde auch für die – sehr gefragten – Gästehäuser am Tegernsee „langsam ungemütlich“. Zum Glück sei dank der Struktur auf die Stammgäste Verlass: „Die kommen wieder.“  

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