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Kein Durchkommen für den Verkehr: Die Klosterwachtstraße in Tegernsee wird seit einer Woche unter Vollsperrung saniert.

„Maßnahme nicht verhältnismäßig“

Klosterwachtstraße in Tegernsee: Anlieger ärgern sich über Vollsperrung

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
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Unter Vollsperrung wird derzeit die Klosterwachtstraße in Tegernsee saniert. Für die Anlieger ist das mit Einschränkungen verbunden. Manchen geht die Maßnahme deutlich zu weit.

Tegernsee – In einem Schreiben an Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) stellt etwa das Ehepaar Paskert die „Verhältnismäßigkeit“ der Vollsperrung in Frage. Die Anwohner monieren, dass zeitweise „weder eine fußläufige Nutzung noch ein Befahren mit dem Fahrrad“ im Bereich der Baustelle möglich gewesen sei. „Bürger zwischen 7 und 18 Uhr ohne Befahrbarkeit und Begehbarkeit der Straße faktisch in ihren Häusern einzuschließen, kann keine verhältnismäßige Entscheidung der Verwaltung sein“, heißt es in dem Beschwerdebrief.

Lesen Sie hier: Tegernsee: Kein Durchkommen an der Klosterwachtstraße

In einem Gespräch mit anderen Anliegern ist dieser Hinweis auch Bauamtsleiterin Bettina Koch schon zu Ohren gekommen. „Das ist natürlich nicht in Ordnung“, erklärt Koch. Die Baufirma sei von der Stadt ausdrücklich darauf hingewiesen worden, dass die Baustelle ohne Wartezeiten zu Fuß von den Anliegern passiert werden können müsse.

Insgesamt verteidigt die Bauamtsleiterin die Vollsperrung. Zunächst sei versucht worden, die Arbeiten nur unter halbseitiger Sperrung der Straße durchzuführen. „Dies hat sich jedoch als nicht praktikabel erwiesen“, erklärt Koch. Die Grabenbreite reiche teils bis in die Straßenmitte. Für die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit müssten auch die Verkehrslasten neben den offenen Gräben und Sicherheitsabstände beachtet werden. Die Arbeiten habe man daher nur unter Komplettsperrung fortsetzen können.

Hier finden Sie den Artikel: Klosterwachtstraße in Tegernsee: Stadt verzichtet bei Sanierung auf eigenen Radweg

„Wir versuchen, in Abstimmung mit der Baufirma zumindest in der Mittagszeit eine Befahrbarkeit zu organisieren, ohne aber gleichzeitig die Bauzeit zu verzögern, was dann alle Anlieger belasten würde“, so Koch. Insbesondere für die Anlieger am Ende der Klosterwachtstraße wäre es ein Leichtes, die Baustelle ohne große Beeinträchtigungen über die Otkarstraße zu Fuß zu umgehen, sagt die Mitarbeiterin der Stadt. Und sie betont: „Es gibt auch Anlieger, die froh sind, dass die marode Straße endlich saniert wird.“

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