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Die Arbeiten an der Klosterwachtstraße haben begonnen. Jetzt folgt die tageweise Sperrung, die mindestens vier Monate dauern wird.

Vollsperrung wegen Komplett-Sanierung

Tegernsee: Kein Durchkommen an der Klosterwachtstraße

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Die Anwohner der Klosterwachtstraße in Tegernsee erleben seit Kurzem einen neuen Lockdown. Diesmal ist er verkehrstechnischer Art: Ab Montag ist die Straße wegen Sanierung komplett gesperrt.

TegernseeDie von der Stadt Tegernsee beauftragte Baufirma hat damit begonnen, die Straße in vollem Umfang zu sanieren. Von oben nach unten werden sich die Bagger vorarbeiten. Wie berichtet, hat sich die Stadt zu der Maßnahme durchgerungen, weil die Fahrbahn in einem schlechten Zustand ist. Nicht nur rein äußerlich bestätigen Risse und Löcher im Asphalt die Diagnose. Auch die Entwässerung ist marode. „Der Kanal ist total hinüber“, hatte Planer Achim Ignatow dem Stadtrat anhand von Aufnahmen des Zweckverbands zur Abwasserbeseitigung erklärt. Also wird alles in einem Aufwasch erneuert, hinzu kommt die Verlegung sämtlicher Versorgungsleitungen.

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Bei der Sitzung des Bau-, Verkehrs- und Umweltausschusses zeigte sich Neu-Stadträtin Manuela Brandl (BürgerListe) besorgt wegen der Sperrung. Geschäftsleiter Hans Staudacher räumte ein, dass man zu Beginn der Arbeiten eine halbseitige Sperrung versucht habe. Dies sei aber nicht machbar, weil es zu aufwendig sei, die Gräben immer wieder befahrbar zu machen.

Es hilft also nichts: Ab Montag, 25. Mai, gilt eine komplette Sperrung in den jeweiligen Bauzonen. Und zwar von 7 bis 18 Uhr. An den Wochenenden ist die Klosterwachtstraße befahrbar, ebenso freitags ab 14 Uhr. Für Rettungsfahrzeuge sei das Durchkommen gesichert.

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Auf Nachfrage von Rudolf Gritsch (CSU) zitierte Staudacher den Bauleiter, wonach auch für die Feuerwehr das Durchkommen gesichert sei. Staudacher informierte, dass für die Betroffenen Parkzonen eingerichtet und auch Parkausweise verteilt worden seien. Der Geschäftsleiter kündigte an, dass sich die Bewohner auf einen Zeitplan von mindestens vier Monaten einstellen müssten. „Da sind alle Gewerke zu Gange, alles muss raus, alles wird neu verlegt“, wusste Staudacher. Man werde natürlich laufend überprüfen, ob Vollsperrungen nötig seien und gegebenenfalls reagieren.

Trotz belastender Situation: Peter Hollerauer (FWG) hielt nichts davon, die Straße stundenweise zu öffnen. „Es ist besser, die Maßnahmen in einem Hauruck durchzuziehen“, so Hollerauer. Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) war sich der Situation bewusst: Es sei nicht angenehm, so einen Auftrag zu unterschreiben. Dies gelte vor allem in Hinblick auf ältere Menschen, die dort leben. „Es gibt aber keine Alternative“, sagte Hagn. Gritsch drängte darauf, dass an jedem nur möglichen Tag gearbeitet werde.

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Die Baustelle ist nicht nur für die Anlieger eine Belastung. Sie reißt auch ein Loch in die Haushaltskasse von Tegernsee. Auf 791.000 Euro beläuft sich der Auftrag. Dass 3,2 Tonnen belastetes Asphaltmaterial beprobt und entsorgt werden müssen, wirkt sich zudem auf die Kosten aus.

gr

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