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Gelände in Tegernsee-Süd an der Perronstraße: Hier soll eine Klinik samt Sanatorium entstehen.

Vorstellung im Stadtrat

Pläne für Klinik und Sanatorium werden konkret

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Tegernsee - Der Stadtrat ist längst eingeweiht. Jetzt bekam die Öffentlichkeit erstmals konkrete Pläne für die geplanten Klinik- und Sanatoriumsbauten an der Perronstraße zu sehen.

Nach den gescheiterten Plänen der A-ja Resort und Hotel GmbH für ein 310-Betten-Hotel auf dem Grundstück der Unicredit in Tegernsee-Süd an der Perronstraße, schmiedet Klaus Dieter Burkhart, Chef des Deutschen Zentrums für Frischzellen, neue Pläne. Er hat das 1,5 Hektar große Gelände gekauft und will ein Sanatorium und eine Klinik bauen. Im August hatte der Stadtrat die Idee bereits einstimmig befürwortet, am Dienstagabend wurden schon ziemlich konkrete Pläne öffentlich im Stadtrat vorgestellt. 

Das Gesamtprojekt besteht demnach aus drei Elementen: Im hinteren Bereich entsteht ein 43 mal 13 Meter großer, mehrstöckiger Bau, in dem Burkhart ein Sanatorium nach 5-Sterne-Hotel-Standard betreiben wird. Entlang der Perronstraße sowie seeseitig entstehen zwei Klinikbauten – 49 mal 15 und 45 mal 15 Meter groß. Der Wiesseer Arzt Dr. Martin Marianowicz, Inhaber der Privatklinik Jägerwinkel, wird sie als „multi-modale Klinik für Schmerztherapie und Psychosomatik“ betreiben, wie er im Stadtrat erklärte. Vorbild solle der Jägerwinkel sein. Alle Gebäude sind mit Quergiebeln und zahlreichen Gauben geplant. Insgesamt sollen 115 Betten und vier Wohnungen entstehen, von den 72 geforderten Stellplätzen befinden sich 53 in Tiefgaragen. Insgesamt, so informierte Bauamtsleiterin Bettina Koch, werden 6175 Quadratmeter Fläche versiegelt. „Bei dem A-ja-Projekt wären es 8380 Quadratmeter gewesen“, so Koch. 

So könnte eines der Klinikgebäude aussehen.

Der Stadtrat zeigte sich angetan: „Die Planung gefällt mir“, fand Peter Schiffmann (SPD). Andreas Obermüller (FWG) hielt es für richtig, dass die Öffentlichkeit nun von den Plänen erfährt. Peter-Friedrich Sieben (FWG) sprach von einem „Quantensprung“ gegenüber der A-ja-Planung und fand, dass das Vorhaben insgesamt gut zu Tegernsee passe. Auf Nachfrage von Martina Niggl-Fisser (Bürgerliste) versicherte Burkhart, dass der Baumbestand nach Möglichkeit erhalten bleibe. Dr. Marianowicz ist schon jetzt überzeugt, dass die Klinik laufen werde: „Im Jägerwinkel ist der Bedarf an Betten schon jetzt nicht zu decken.“ Sein Haus dort sei ständig zu hundert Prozent belegt. Er hoffe auch in Tegernsee auf eine große Belegung. Geplant wird mit 100 Mitarbeitern. Die Frage, wo deren Fahrzeuge unterkommen, stellt für die Planung offenbar kein Problem dar: Die Stellplatz-Satzung richte sich nämlich nicht nach dem Personal, sondern ausschließlich nach der Zahl der Betten und Wohnungen, so Koch. 

Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) gefällt das Projekt: „Ich freue mich, dass jemand gefunden wurde, der die einmalige Parklandschaft des Grundstücks so gut aufnimmt.“ Einstimmig wurde die aktuelle Planung noch einmal befürwortet. Auf Burkhart kommt nun viel Arbeit zu. Denn für die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans sind viele Gutachten nötig – angefangen von Boden-, bis zu Lärm- und Verkehrsgutachten. Und auch an der Gestaltung wird noch gefeilt. „Wir haben uns große Mühe gegeben, dass kein klotziger Bau entsteht, sondern ein Ensemble, das sich der Höhenlage gut anpasst“, erklärte Burkhart nach der Sitzung.

gr

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