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Sein neues Objekt: Korbinian Kohler hat das Café Kreutzkamm übernommen und macht es zum Bachmair Weissach Clubhaus. 

Eröffnung voraussichtlich im Mai 

Korbinian Kohler übernimmt Café Kreutzkamm in Tegernsee: neues Konzept und neuer Name

  • Christina Jachert-Maier
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Es ist der nächste Coup von Korbinian Kohler: Der umtriebige Unternehmer übernimmt das Café Kreutzkamm. Kohler verpasst dem Haus in Bestlage am See ein neues Konzept und einen neuen Namen.

TegernseeSeit Ende Februar ist das traditionsreiche Café Kreutzkamm geschlossen. Wie berichtet, hatte sich Elisabeth Kreutzkamm-Aumüller (52) schweren Herzens entschlossen, das Café in Tegernsee aufzugeben. Sie selbst lebt in Dresden und führt das Familienunternehmen in fünfter Generation. Dazu gehörten drei Cafés: in Dresden, München und Tegernsee. Den Standort am Tegernsee hat sie jetzt einem Freund anvertraut: Mit Korbinian Kohler und vor allem seiner Ehefrau Suse verbindet „Eli“ Kreutzkamm eine langjährige und innige Freundschaft. Die beiden Frauen sind seit der gemeinsamen Internatszeit miteinander vertraut.

Korbinian Kohler, dem unter anderem das Hotel Bachmair Weissach und das Hotel Bussi Baby in Bad Wiessee gehören, ist Mieter des Hauses in Bestlage. Für ihn geht damit ein Traum in Erfüllung, Schon lange habe er sich gewünscht, auch im Ort Tegernsee präsent zu sein, meint Kohler: „Es freut uns darum sehr, dass wir hier eins der tollsten Stückl bekommen haben.“

Auf dem Café Kreutzkamm wird das Bachmair Weissach Clubhaus

Die Familie Kreutzkamm hatte das Traditionshaus am See aufwendig umgebaut und seit 2010 als ihr Café geführt. Vier Ferienappartements mit atemberaubendem Blick über den Tegernsee gehören dazu. Kohler übernimmt auch diese Appartements – und lässt das Café noch einmal umbauen. Kaffee und Kuchen wird es zwar auch künftig geben. „Aber das wird ein untergeordnetes Feld sein“, sagt Kohler. Ein lockeres, legeres Mittagsrestaurant mit junger, gesunder Küche will er schaffen. Aber auch abends ist hier künftig geöffnet. Gekocht wird im Gastraum. „Man kann an der Bar den Köchen bei der Arbeit zu sehen oder auch nur auf einen schnellen Espresso hereinkommen“, erklärt Kohler.

Bachmair Weissach Clubhaus soll das Café künftig heißen und das Konzept von Kohlers Flaggschiff, dem Bachmair Weissach, abrunden. Es soll aber kein abgeschlossener Club werden, im Gegenteil. „Am liebsten wäre es mir, wenn alle Tegernseer dieses Haus als ihr Clubhaus wahrnehmen“, sagt Kohler. Vor allem auch der Terrasse mit Traumblick über den See will er Leben einhauchen. „Da kann sich ein Pärchen eine Flasche Roséwein kaufen, sich damit an den See setzen und gekochte Muscheln essen“, meint Kohler.

Auch abends ist künftig geöffnet

150 Sitzplätze sollen es nach dem Umbau innen sein, etwas mehr als das Café hatte. Der Gastraum wird sich künftig in drei Sektionen unterteilen lassen und für Veranstaltungen und Feiern verschiedener Größen buchbar sein. So fügt sich das neue Clubhaus ein in Kohlers wachsendes Imperium, das von der Event-Arena bis zum Wallberghaus alles bietet, was Veranstalter von Festivitäten, Konferenzen und Tagungen sich wünschen. „Das macht unser Gesamtangebot rund“, meint Kohler. Wie immer, drückt er kräftig aufs Gas. Die Entscheidung, dass er die Tegernsee Immobilie seiner Freundin Eli mietet, ist erst vergangene Woche gefallen. Die Umbauplanung läuft jedoch bereits, und Kohler ist zuversichtlich, bereits im Mai eröffnen zu können.

Tempo bei Bau und Umbau ist Kohlers Thema, manches Mal hat er sich an der Politik gerieben. Künftig will der Gmunder übrigens gern mit am Ratstisch sitzen, er kandidiert auf der CSU-Liste. Es reiche schließlich nicht, nur gescheit daherzureden und zu motzen, gesteht Kohler ein: „Man muss die Ärmel aufkrempeln und sich lokal engagieren und gestalten.“

Kohler hat sich gegen viele Interessenten durchgesetzt

An Interessenten für die Übernahme des Cafés am Tegernsee fehlte es nicht, wie Eigentümerin Kreutzkamm-Aumüller berichtet. Den Standard hoch zu halten und eine langfristige Nutzung zu sichern, sei ihr sehr wichtig. Mit der Übergabe an Kohler bleibe das Café quasi in der Familie. Von seinem Konzept ist Kreutzkamm-Aumüller überzeugt: „Die Tegernseer können sich darauf freuen, es wird ihre Stadt sicher bereichern.“

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