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Das Krönungskonzert in der Tegernseer Pfarrkirche.

Palestrina Motettenchor begeistert

Krönungskonzert in der Tegernseer Kirche

Tegernsee -  Als „passendes königliches Geschenk“ an der Wiege des Jesuskindes empfahl Roland Götz vom Tegernseer Pfarrgemeinderat das Schlosskonzert zu Dreikönig.

Als „passendes königliches Geschenk“ an der Wiege des Jesuskindes empfahl Roland Götz vom Tegernseer Pfarrgemeinderat das Schlosskonzert zu Dreikönig in der Kirche St. Quirinus in seiner Begrüßung. Doch es war auch eine wunderschöne Gabe an das Publikum, das zum „Krönungskonzert“ des Palestrina Motettenchors, mehrerer Solisten und des Kammerorchesters Tegernsee unter der Leitung von Sebastian Schober das Gotteshaus bis zum allerletzten Platz füllte. 

Johann Sebastian Bachs Kantate zu Dreikönig „Sie werden aus Saba alle kommen“ machte den würdigen Auftakt der glanzvollen Darbietung. Ihr folgten Bachs viertes Brandenburgisches Konzert, gewidmet dem Markgrafen von Brandenburg-Schwedt, und die als „Krönungsmesse“ bekannte Messe in C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. In der Bach-Kantate blitzten bereits der Bass Thomas Hamberger und der Tenor Taro Takagi auf. Bewegend deuteten sie die Geschenke der Könige von Saba, Gold für den Glauben, Weihrauch für das Gebet und Myrrhe für Geduld. Umrahmt wurden sie dabei von einem hochmotivierten, einfühlsamen Chor, der vom zartesten Piano bis zum grandiosen Forte dem kleinsten Fingerzeig des Dirigenten willig und präzise folgte. 

Dies tat auch das Kammerorchester Tegernsee als geschmeidiger und ausgewogener Klangkörper. Beim Brandenburgischen Konzert unterstützten die Musiker die drei Solisten bestens und beeindruckten in den Orchester-Teilen mit ihrer Interpretation. Tomislav Butorac bezauberte mit dem feinen und klaren Klang seines Geigenspiels, Martina Schlierf-Martinoli und Birgit Rosner mit dem weich schimmernden Ton ihrer Blockflöten. Zur Krönung geriet Ensembles und Solisten die Mozart-Messe, die die Baugerüste im Kirchenschiff und die Mühen langer Proben ebenso vergessen machte wie die graue Kälte draußen. Hingegeben, warm und strahlend ließen die Sänger Kyrie und Gloria wie Fanfaren erschallen, legten Andacht und Zartheit in das Credo und stimmten feierlich und kraftvoll den Sanctus an. 

Mächtig und mitreißend erhoben sich immer wieder „Amen“ und das abschließende „Dona nobis pacem“ in den Kirchenraum. Wie Edelsteine funkelten dazwischen die Soli der Altistin Waltraut Moser, von Tenor Takagi und Bass Hamberger, aber ganz besonders von Isabella Stettner, die für die erkrankte Sopranistin Angela Schütz eingesprungen war. Wie Kristall leuchtete ihre Stimme im Kyrie und im Sanctus, innig schmelzend bat sie „Miserere nobis“ und „Dona nobis pacem“. Dies alles machte das Kammerorchester mit seinem brillanten Spiel zum perfekten (drei-)königlichen Konzertgeschenk. Für das prächtige Neujahrspräsent dankte das Publikum mit minutenlangem Applaus.

. Doch es war auch eine wunderschöne Gabe an das Publikum, das zum „Krönungskonzert“ des Palestrina Motettenchors, mehrerer Solisten und des Kammerorchesters Tegernsee unter der Leitung von Sebastian Schober das Gotteshaus bis zum allerletzten Platz füllte. Johann Sebastian Bachs Kantate zu Dreikönig „Sie werden aus Saba alle kommen“ machte den würdigen Auftakt der glanzvollen Darbietung. Ihr folgten Bachs viertes Brandenburgisches Konzert, gewidmet dem Markgrafen von Brandenburg-Schwedt, und die als „Krönungsmesse“ bekannte Messe in C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. 

In der Bach-Kantate blitzten bereits der Bass Thomas Hamberger und der Tenor Taro Takagi auf. Bewegend deuteten sie die Geschenke der Könige von Saba, Gold für den Glauben, Weihrauch für das Gebet und Myrrhe für Geduld. Umrahmt wurden sie dabei von einem hochmotivierten, einfühlsamen Chor, der vom zartesten Piano bis zum grandiosen Forte dem kleinsten Fingerzeig des Dirigenten willig und präzise folgte. Dies tat auch das Kammerorchester Tegernsee als geschmeidiger und ausgewogener Klangkörper. Beim Brandenburgischen Konzert unterstützten die Musiker die drei Solisten bestens und beeindruckten in den Orchester-Teilen mit ihrer Interpretation. Tomislav Butorac bezauberte mit dem feinen und klaren Klang seines Geigenspiels, Martina Schlierf-Martinoli und Birgit Rosner mit dem weich schimmernden Ton ihrer Blockflöten. Zur Krönung geriet Ensembles und Solisten die Mozart-Messe, die die Baugerüste im Kirchenschiff und die Mühen langer Proben ebenso vergessen machte wie die graue Kälte draußen. Hingegeben, warm und strahlend ließen die Sänger Kyrie und Gloria wie Fanfaren erschallen, legten Andacht und Zartheit in das Credo und stimmten feierlich und kraftvoll den Sanctus an. 

Mächtig und mitreißend erhoben sich immer wieder „Amen“ und das abschließende „Dona nobis pacem“ in den Kirchenraum. Wie Edelsteine funkelten dazwischen die Soli der Altistin Waltraut Moser, von Tenor Takagi und Bass Hamberger, aber ganz besonders von Isabella Stettner, die für die erkrankte Sopranistin Angela Schütz eingesprungen war. Wie Kristall leuchtete ihre Stimme im Kyrie und im Sanctus, innig schmelzend bat sie „Miserere nobis“ und „Dona nobis pacem“. Dies alles machte das Kammerorchester mit seinem brillanten Spiel zum perfekten (drei-)königlichen Konzertgeschenk. Für das prächtige Neujahrspräsent dankte das Publikum mit minutenlangem Applaus.

Von Gudula Beyse

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