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Um diesen Anbau geht‘s: Die Stadt sagt Nein, das Landratsamt sagt Ja.

Behörde verweist Stadt in Schranken

Landratsamt: Atzl-Anbau darf bleiben

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Tegernsee - Die Stadt bleibt bei ihrer Ablehnung: Der Atzl-Anbau in der Rosenstraße passt nicht. Jetzt spricht das Landratsamt ein Machtwort.

Ex-Gemeinderat und CSU-Vorstandsmitglied hin oder her: Die Stadt Tegernsee bleibt bei ihrer ablehnenden Haltung, was den Anbau des Tegernser Juweliers Jakob Atzl in der Rosenstraße betrifft. Bei seiner Sitzung am Montagabend hätte der Bauausschuss die Möglichkeit gehabt, seine Ablehnung des Anbaus zu revidieren, was er aber nicht tat. Denn das Landratsamt ist der Ansicht, dass der Anbau mit der Tegernseer Gestaltungssatzung durchaus vereinbar sei. Dennoch war es die Behörde, die den Bau am 30. August 2016 eingestellt hatte, weil Atzl den Bau anders als im genehmigten Plan ausführen ließ und der First des Neubaus nicht mehr unter die Regenrinne des Altbaus passt. Andrea Köstler (FWG) wollte das alles nicht mehr einleuchten. Sie blieb dabei, dass der Bau zu dominant erscheine.

In seiner Begründung für die Ablehnung formulierte der Bauausschuss nun, dass die Gestaltung ortsunüblich sei und verunstaltend wirke. Die Gestaltung könne einen Bezugsfall für weitere Objekte darstellen. Die Entscheidung wurde mit 6:1 getroffen, nur Peter Hollerauer (FWG) stellte sich hinter die Ansicht des Landratsamts. „Jetzt werden wir in unserer Entscheidung durch das Landratsamt ersetzt“, fasste Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) zusammen. Der Anbau darf also bleiben.

gr

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