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Die Laserstrahlen sollten Verbindungen sichtbar machen.

Rücksicht auf Zugvögel: Laser-Aktion der evangelischen Kirche Tegernsee gestutzt

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Die Laser-Aktion der Evangelischen Christuskirche sollte ein leuchtendes Zeichen für die Vernetzung im Tegernseer Tal sein. Doch eines hatten die Organisatoren nicht bedacht.

Tegernsee– Die Laser-Aktion der Evangelischen Christuskirche sollte ein leuchtendes Zeichen für die Vernetzung der Kirche im Tegernseer Tal sein. Weil sie aber Zugvögel verwirren könnte, legte das Landratsamt sein Veto ein. Während der Aktion, die vom 26. September bis zum gestrigen Montag lief, war die Lichtinstallation nicht die ganze Nacht hindurch zu sehen, sondern pro Abend nur eine Stunde lang.

Die Feierlichkeiten zum Jubiläum 125 Jahre Christuskirche hat Pfarrer Martin Weber lange geplant. Für die Installation der vier Laserstrahlen, die sich als Zeichen der Verbundenheit mit anderen Institutionen, Vereinen und Menschen im Tal quer über den See legen sollten, engagierte er die Firma ACLS-Laser, ein erfahrenes Unternehmen. Mit der Aktion wähnte Weber sich auf dem rechten Tegernseer Weg, zumal die Talgemeinden Lasershows als veritable und naturschützende Alternative zur Silvesterböllerei in Erwägung ziehen. Als der Pfarrer spät, aber fristgerecht einen Tag vor der Aktion sein Laserprojekt beim Landratsamt anzeigte, legte die Untere Naturschutzbehörde ihr Veto ein.

„Versöhnungsgesetz“ contra Laser-Aktion der evangelischen Kirche Tegernsee

Aus zwei Gründen: Zum einen könnten Zugvögel auf dem Weg in den Süden durch den Laser irritiert werden. Zum anderen verbietet das sogenannte „Versöhnungsgesetz“, das im Zuge der Initiative „Rettet die Bienen“ erlassen wurde, Himmelsstrahler aller Art.

„Der Laser ist nicht vollständig verboten worden“, betont Landratsamtssprecher Birger Nemitz gegenüber unserer Zeitung. Ursprünglich war die Lichtinstallation täglich von 19 Uhr bis 7 Uhr morgens geplant, also über einen Zeitraum von zwölf Stunden. „Da diese in den sehr späten Nachtstunden oder in den sehr frühen Morgenstunden ohnehin von fast niemandem beachtet worden wäre, aber Tiere gefährdet hätte, hat die Untere Naturschutzbehörde einen sinnvollen Kompromiss gefunden“, sagt Nemitz.

Die Lichtinstallation zum Kirchenjubiläum konnte somit während der zurückliegenden elf Tage allabendlich für je eine Stunde zwischen 19.30 Uhr und 20.30 Uhr bewundert werden.

Kompromiss für Zugvögel: Laser-Aktion der evangelischen Kirche Tegernsee verkürzt

Länger wollte die Behörde dies mit Rücksicht auf Zugvögel nicht bewilligen, wie Nemitz erläutert. Eine Vielzahl von Vögeln zöge nachts, die Jahreszeit Anfang Oktober sei Hochsaison für Vogelzüge von Norden nach Süden. Typischerweise machten sich Drosseln, Rotkehlchen oder Grasmücken auf den Weg, so Nemitz: „Es ist bekannt, dass gerichtetes Licht für diese Vögel eine große Gefahr darstellt. An Leuchttürmen etwa kommt immer wieder eine große Anzahl von Tieren zu Tode.“ 

Lesen Sie auch: 125 Jahre Christuskirche: Laser machen am Tegernsee Netzwerk sichtbar

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