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Ein schwieriges Pflaster für Bauherren, aber auch mit das begehrteste am See: der Leeberg.

Begehrteste Lage am See, aber...

Entschuldigung, ist diese hübsche Wiese am Leeberg noch frei (bebaubar)?

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Der Leeberg gehört zu den begehrtesten Wohnlagen im Tegernseer Tal. Horrende Grundstücks- und Immobilienpreise werden hier bezahlt. Jetzt gibt es Bestrebungen die letzte „Baulücke“ zu Geld zu machen. Aber...

Tegernsee – Torhüter Manuel Neuer hat sich hier seine Traumvilla gebaut, Ex-Skistar Christa Kinshofer-Rembeck hat am Leeberg ein Haus gekauft und umgebaut. Glücklich, wer hier ein Stückchen Wiese besitzt. Oder doch nicht?

Bei der jüngsten Sitzung des Tegernseer Bauausschusses stand die Voranfrage einer Erbengemeinschaft zur Diskussion. Die besitzt hoch oben am Heuweg, nahe des Leeberg-Höhenwegs, so ein begehrtes Grundstück und will nun zwei Einfamilienhäuser mit zwei Garagen dort bauen. Das eine 15,5 mal 10,5 Meter groß, das zweite 16 mal elf Meter. Um das Grundstück zu erschließen, müsste eine kleine Stichstraße, die von der Leebergstraße abzweigt, genutzt und weitergeführt werden.

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Bauamtsleiterin Bettina Koch legte die Fakten auf den Tisch: Das Grundstück befindet sich im Außenbereich und ist im Flächennutzungsplan als Grünfläche ausgewiesen. Dass am oberen Ende des Heuwegs drei kleine Gebäude stehen, auf die sie sich beziehen wollten, nützt den Antragstellern wenig: Eines der Häuser darf nicht bewohnt werden, das andere wurde 1948 als Almhütte errichtet, in den 1980er-Jahren aufgestockt, umgebaut, in Folge geduldet und schließlich erneut verändert. „Es ist nie genehmigt worden“, wusste Koch. Die Gebäude könnten daher nicht als Umgebungsbebauung herangezogen werden, hieß es. „Das Grundstück der Antragsteller ist also keine Baulücke“, fasste Koch zusammen. Eine Bebauung widerspreche dem Flächennutzungsplan. Zudem, erklärte die Bauamtsleiterin, gebe es für die Erschließung kein eingetragenes Geh- und Fahrtrecht.

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Schlechte Karten also für die Erbengemeinschaft. Das sah auch das Gremium so. „Eine Bebauung kann man hier nicht genehmigen“, fand Rudolf Gritsch (CSU), der daran erinnerte, dass immer wieder Anträge für Bauten im Außenbereich kämen. „Da würden wir ein Fass aufmachen“, warnte Andrea Köstler (FWG). Auch Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) hatte eine klare Meinung zu dem konkreten Fall: „Aus städteplanerischer Sicht gibt es keinen Grund, hier eine Bebauung zuzulassen.“ Falls doch, würde ein Antrag nach dem anderen kommen, „wie Dominosteine“. Bei der Abstimmung zeigten die Mitglieder des Bauausschusses Einigkeit: Die Bauanfrage wurde abgelehnt, da der Flächennutzungsplan geändert werden müsste und dies weitere Bezugsfälle nach sich ziehen würde. Zudem verfüge der Leeberg über „weithin einsehbare Hänge.“

Bauen im Außenbereich von Tegernsee – gibt’s nie Ausnahmen? „In den vergangenen dreieinhalb Jahren haben wir nur ein einziges Haus im Außenbereich ermöglicht“, erklärt Hagn auf weitere Nachfrage. Am Birdie-Golfplatz in Tegernsee-Süd wurde dies genehmigt. Der vom Freistaat gewollten Innenverdichtung könne Tegernsee mit seinen steilen Hanglagen aber nicht immer nachkommen, so der Rathauschef. Er begründet das so: An den steilen Hängen würden keine bezahlbaren und dringend benötigten Wohnungen entstehen, „sondern nur Luxuswohnungen.“

gr

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