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In neuen Händern: der Leeberghof in Tegernsee.

„Der Leeberghof soll unser Flaggschiff werden“

Leeberghof hat neuen Betreiber: Das ist sein Konzept

Der Leeberghof in Tegernsee hat einen neuen Betreiber: Am 1. Juli hat Johannes Rabl mit seiner Latona Hotels & Restaurants GmbH übernommen. Er will aus dem Haus einen Genießer-Tempel machen.

Tegernsee – „Das lief reibungslos“, erklärt Johannes Rabl, 38-jähriger Hotelmanager mit niederbayrischen Wurzeln und neuer Betreiber des Leeberghofs, zufrieden. Der Hotelier ist in Oberbayern, aber auch im Landkreis kein Unbekannter: Seit 2016 Jahr betreibt er das 300 Jahre alte, Bauernanwesen Rauchhaus in Seeon am Chiemsee und den Mountain Club Bayrischzell, eine Berghütte 2.0 für den modernen Anspruch. Zudem möchte er im Herbst 2018 das Forsthaus Valepp wiedereröffnen. „Auch mit dem Leeberg haben wir unsere Idee realisiert, ein einzigartiges Restaurant in Bayern zu übernehmen, um uns dort einzubringen. Der Leeberghof soll unser Flaggschiff-Betrieb werden“, sagt Rabl der im Hotel der Mutter in Viechtach groß wurde.

Fließender Übergang: Johannes Rabl (r.) und seine Verlobte Ariane Pöhn (2.v.r.) haben den Leeberghof von Helmut Huber (l.) ( übernommen. Birgit Walch bleibt derweil Geschäftsführerin des Hotels. 

Latona Hotels & Restaurants sei zu einem Großteil in eigener Hand, ein Familienunternehmen, in das sich Partner und Investoren einbringen. Das Motto: Wertig statt prunkvoll. Unverfälscht statt inszeniert. „Wir realisieren keine neuen Projekte, sondern steigen in laufende ein, damit keine Bäume gefällt und naturnahe Flächen überbaut werden müssen“, sagt Rabl. In den Leeberghof habe er sich sofort verliebt, als er vor vier Jahren hier das erste Mal zu Gast war. Per Zufall lernte der Manager, der seine Ausbildung im Hotel Traube Tonbach absolvierte und anschließend 14 Jahre, in zehn Ländern, auf vier Kontinenten in zwölf Hotels der Spitzenklasse tätig war, Leeberghof-Eigentümer Helmut Huber kennen. Die Partnerschaft habe sich ergeben. Es sei ein fließender Prozess gewesen, auch weil Huber sein Hotel behalten wollte. „Wir haben eine tolle Bühne betreten und jetzt gehen wir daran, den Diamanten weiter aufzupolieren.“

Alle 30 Mitarbeiter und auch die bisherige Geschäftsführerin Birgit Walch wurden übernommen. Punktuell soll das Team eher noch verstärkt werden. „Der Leeberghof soll ein Hotel für Genuss und Lebensfreude sein“, beschreibt Johannes Rabl die Zukunft seines Hauses. „Wir sind ein kleines, feines Haus, das keinen Ballsaal, keine Wellness und keinen Kinderclub bietet und auch keine großen Außenanlagen hat. Aber wir haben diese sensationelle Lage, die wir durch die Gastronomie hervorheben wollen.“ 

Kulinarisch werden die Klassiker ergänzt durch regelmäßige Events, die einen Abend, einen Tag oder auch eine ganze Woche dauern können. Köche aus aller Welt sollen hier mit regionalen Produkten und Aromen arbeiten. Also mit Wild von Hotel- und Jagdbesitzer Huber, mit Saibling, Renke & Co. aus dem See oder mit heimischen Aromen von Holunder oder Zitronenmelisse.

Der Leeberghof soll daher eher ein privater Landsitz sein, auf dem sich die Gäste kennen, weil sie immer wieder kommen und auch zusammen mit allen Sinnen genießen. Deshalb soll und kann das Hotel nur persönlich und familiengeführt sein. Johannes Rabl selbst will in allen Bereichen mitmachen. Momentan sind er und seine Verlobte Ariane Pöhn dabei, ihren Lebensmittelpunkt an den Leeberg zu verlegen. Hier soll auch im September ihre Hochzeit stattfinden.

Alexandra Korimorth

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