Beni Hafner alias „Da Oimara“ mit seiner Gitarre
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Verbreitet gute Laune: Beni Hafner alias „Da Oimara“ hat die Lockdown-Zeit genutzt, um Musik zu schreiben und Videos zu drehen.

Neues Video

„Lieblingsdepp“: Da Oimara besingt das Paar-Dasein

Tegernsee – „A Quantum Prost“: Wer könnte das nach einem Jahr mit Corona nicht brauchen? Liedermacher Beni Hafner, der als „Da Oimara“ mit Witz und Tiefgang Alltag, lokale Ereignisse aber auch Weltpolitik besingt, hat unter diesem Titel zuletzt sein neues Album veröffentlicht. Ganz neu ist nun die Single-Auskopplung zum Titel „Lieblingsdepp“, zu dem der Tegernseer ein aufwendiges Video produziert hat.

In dem schlüpft der 29-Jährige in die unterschiedlichsten Rollen – unter anderem in die des singenden Erzählers, des Hausmeisters, Poolboys und Kellners. Hafner erzählt: „Es geht um ein Liebespaar, das verschiedene Situationen durchlebt, bei denen ich im Video der stille Beobachter bin und deren Streitigkeiten und Versöhnungen miterlebe und besinge.“ Zwei intensive Drehtage im Hotel Luitpold und der Seesauna in Tegernsee haben er und das Filmteam hinter sich gebracht, den Text, der den geliebten Menschen in den Mittelpunkt stellt, über dessen Ecken und Kanten man sich aber auch oft mal aufregen kann, in Bilder übersetzt. „,Lieblingsdepp‘ ist sozusagen die bairische Substantivierung von ‚was sich liebt, das neckt sich‘“, sagt Hafner.

Die Videos vom Oimara: unkonventionell, ideenreich und alle rund um den Tegernsee gedreht

Nach „Busheislparty“, dem Titel „Otto Anna Maoam“ zu Sebastian Schindlers Komödie „Mit dem Rückwärtsgang nach vorn“ und „Heid is ma wurscht“ ist es das vierte Video, das der „Oimara“ zu einem Song aus „A Quantum Prost“ gedreht hat. Die erzwungene Sesshaftigkeit im Lockdown hat die intensiven, kurz getakteten Album- und Filmproduktionen ermöglicht. Die rund um den Tegernsee gedrehten Videos sind ebenso unkonventionell und ideenreich wie die Texte, die aus dem „Oimara“ voller Fabulierlaune förmlich heraussprudeln und bei aller Schwurbelei die Aussage immer auf den Punkt bringen.

„Quantumieren“ - das macht der Oimara in seiner Rottacher Lieblingsbar

Die Musik auf dem nach wie vor aktuellen Album macht schlichtweg Laune. Egal, ob das Kazoo zur „Busheislparty“ zwitschert oder sich Tuba und Bass stimmgewaltig in Hafners Gitarrenspiel einmischen. So purzelbaumt der „Oimara“ über Bergwiesen, erinnert sich singend daran, wie ihnen als Teenager im hochpreisigen Tal nur das Bushäusl und ein paar mitgebrachte Erdbeerlimes zum Feiern blieben, und staunt über die E-Bikerin „mit Drittgebiss“, der er nicht hinterherkommt. Und dann ist da noch das „Quantumieren“ als eine der Hafner’schen Wortschöpfungen, die auf gemeinsame Abende in der Rottacher Lieblingsbar anspielt und Teil einer „gewissen Dreideutigkeit“ für den Album-Titel „A Quantum Prost“ ist. Neben dem Bond-Titel „Ein Quantum Trost“ und dem gemeinsamen Anstoßen habe er die Lockdown-Zeit im Hinterkopf gehabt, in der „für viele das Quäntchen Prost manchmal noch der einzige Trost ist“.

Mehr Live-Auftritte: den Oimara zieht es auf die Bühne

Für ihn, berichtet Hafner, sei der Lockdown einerseits schön, weil man viel Zeit habe, daheim Musik zu machen und kreativ zu sein. Andererseits fehlen die Erlebnisse, Erfahrungen und Begegnungen. „Eine gesunde Mischung wäre schön“, sinniert der Endzwanziger und hofft von den 40 bis 50 geplanten Auftritten möglichst viele realisieren zu können. Unter anderem stünden Tollwood und Schlachthof im Terminkalender und dazu eine echte Busheisltour durch Bayern.

„A Quantum Prost“ gibt es als CD – „mit sehr nützlichem Bierdeckel“ – zu 18,50 Euro inklusive kostenlosem Download im Handel oder unter www.oimara-musik.de, als MP3-Download (12,99 Euro) sowie als Streaming-Angebot. Das Video „Lieblingsdepp“ läuft seit gestern kostenlos auf digitalen Kanälen wie open.spotify oder Youtube.

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