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Über die aktuellen Bauprojekte informierte Johannes Hagn bei der Bürgerversammlung.

Bürgermeister verrät:

Machbarkeitsstudie für riesige Tiefgarage unter Kurpark schon in Auftrag

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Mega-Baustellen, Finanzen, Verkehr: Auf die Tegernseer kommt einiges zu. Drei Stunden Zeit nahm sich Rathauschef Johannes Hagn (CSU) Zeit, um die Bürger ins Bild zu setzen - mit Überrschungen.

Tegernsee – Neben dem Bau des Sanatoriums und der Klinik an der Perronstraße sowie dem Bau der Therapiehalle auf der Point für die Orthopädische Klinik wird das Mega-Projekt „Quartier Tegernsee“ auf dem ehemaligen Klinik-Areal ab dem kommenden Frühjahr die Tegernseer wohl am meisten belasten. Das wurde bei der Bürgerversammlung klar, als Rathauschef Johannes Hagn im Detail darauf einging. Die Abwicklung der vermutlich zwei Jahre dauernden Baustelle werde gerade geklärt. „Da kommen mehrere tausend Lkw-Fahrten auf uns zu“, kündigte Hagn an. Noch vor Weihnachten werde die Baustelle eingerichtet. Vor allem Eltern, deren Kinder die benachbarte Grundschule und den Kindergarten besuchen, sind schon jetzt in Sorge. Hagn sagte jedoch die Sicherung der Schulwege zu, auch über den Königin-Caroline-Weg, über den viele Schulkinder gehen.

Das Parken im Umfeld der Baustelle werde jedoch schwer. Auch auf die Vergabe der 21 Wohnungen nach dem Tegernseer Modell und zu günstigen Preisen kam Hagn zu sprechen. Wie mehrfach berichtet, entstehen in den drei Mehrfamilienhäusern, die die Planquadrat T2 GmbH neben dem Hotel mit 121 Zimmern baut, 85 Wohnungen. „Auch sie sind kein Schnäppchen und haben nichts mit sozialem Wohnungsbau zu tun“, meinte Hagn, der von aktuell 48 Bewerbern berichtete. Im Dezember werde der Stadtrat die Auswahl treffen.

Auf die eine folgt die nächste Baustelle an der Hochfeldstraße: das neue Feuerwehrhaus. Hagn rechnet nicht mit einem Baubeginn vor dem Jahr 2020. Im Dezember werde die EU-weite Ausschreibung des sechs Millionen-Projekts gestartet, erst dann werde man sich mit der Gestaltung befassen. „Das Feuerwehrhaus beschäftigt mich also eine ganze Amtszeit.“ Dies sei ein Zeichen dafür, dass am Ende eine „hervorragende Lösung“ stehe.

Bei Thema Verkehr und Parkplatzbeschaffung ist man davon noch entfernt. Hier steuert Tegernsee auf eine weitere Großbaustelle mitten im Herzen unter dem Kurgarten zu. „Die Erweiterung der Tiefgarage hat erste Priorität“, sagte Hagn und überraschte mit der Nachricht, dass der Stadtrat in nicht-öffentlicher Sitzung eine Machbarkeitsstudie dafür in Auftrag gegeben habe. Man wolle so viele Autos wie möglich unter die Erde bringen, „und wenn wir von der Rosenstraße bis zum Bräustüberl eines Tages alle Autos weg haben, dann haben wir es geschafft.“

Den großen Wurf könne er nicht anbieten, so Hagn. „Dafür haben wir den Platz nicht.“ Dennoch arbeite man an vielen Maßnahmen: etwa an der Bewirtschaftung aller Parkplätze, der Schaffung von Anwohner-Parkzonen mit entsprechenden Ausweisen oder der Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs. Das Sponsern von RVO-Tickets für Pendler müsse ebenfalls eine Überlegung sein. Überhaupt werden die Park-Abos wohl langfristig auf den Prüfstand kommen.

Zu den zahlreichen Anfragen gehörte die Sorge um den „zunehmend ungepflegten Zustand und die Verwahrlosung des Stadtbildes“. Mit der vorgeschlagenen vierteljährlichen Begehung war Hagn durchaus einverstanden. Bei den Schandflecken wie etwa dem Guggemos könne die Stadt aber nur eingreifen, „wenn’s für die Bürger wirklich gefährlich wird“. Ansonsten verwies Hagn auf das E-Mail-Postfach der Stadt, um Sorgen loszuwerden. „Wir wollen nämlich keine unzufriedenen Bürger.“

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