Beim „Lebenszeichen“ im Jahr 2020 zeigten die Organisatoren des Bergfilm-Festivals Tegernsee eine Best-of-Auswahl, darunter der Film „Im Flug zu den 8000“.
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Beim „Lebenszeichen“ im Jahr 2020 zeigten die Organisatoren des Bergfilm-Festivals Tegernsee eine Best-of-Auswahl, darunter der Film „Im Flug zu den 8000“.

220 Filme zu sichten

Tegernseer Bergfilm-Festival 2021: Die Jury hat viel zu tun

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
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Das Tegernseer Bergfilmfestival 2021 wird im Herbst steigen, egal wie. Fest steht bereits: Die Zahl der eingereichten Werke ist höher als je zuvor. Rund 220 Filme sind zu sichten.

Tegernsee – Noch kurz vor Anmeldeschluss Ende Mai ging ein ganzer Schwung Filme ein. „Das ist immer so“, lächelt Birgit Halmbacher-Höplinger, im Tegernseer Rathaus zuständig für das Sonderbüro Bergfilm-Festival. Insgesamt liegen nun rund 220 Filme zur Bewertung vor, eine Rekordzahl.

„Aber wir hatten ja auch schon einen dicken Grundstock“ berichtet Halmbacher-Höplinger. Fürs Bergfilmfestival 2020 waren schon 70 Filme eingereicht worden, als die Organisatoren den Wettbewerb wegen Corona stoppen mussten. Der Wettbewerb 2020 fiel aus, aber die dafür eingesandten Filme werden nun fürs Festival 2021 bewertet, das vom 13. bis zum 17. Oktober als 18. seiner Art stattfindet. Ebenso wie die 150 Werke, die heuer neu eingingen. „Es ist ein Ausnahmejahr“, sagt Halmbacher-Höplinger.

Vor-Jury trifft erste Auswahl

Eine erste Auswahl wird eine Vor-Jury mit Organisator Michael Pause an der Spitze treffen. Das Auswahlgremium sichtet alle Filme, was einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Meist schaffen es am Ende rund 90 Filme ins Programm. „Aber eine Zahl kann man jetzt noch nicht sagen“, erklärt Halmbacher-Höplinger. Die hänge auch von der Länge der Filme ab. Und die variiert stark: „Von Spielfilmlänge bis zum Anderhalb-Minuten-Clip ist alles dabei.“ Welche Beiträge am Ende Preise erhalten, legt eine internationale Jury fest. Deren Mitglieder kommen aber erst kurz vor dem Wettbewerb zusammen.

Auch wenn die Pandemie noch immer nicht vorüber ist: Das Bergfilm-Festival ein zweites Mal abzusagen, war für das Organisatorenteam um Michael Pause und Bürgermeister Johannes Hagn keine Option. „Jeder hungert doch danach“, weiß Halmbacher-Höplinger. Doch so groß die Sehnsucht nach Miteinander und Austausch ist: In welcher Form das 18. Bergfilm-Festival am Tegernsee steigen wird, ist noch völlig offen. „Aber es wird auf jeden Fall eine Siegerehrung geben“, sagt Halmbacher-Höplinger. Planen lasse sich der Ablauf derzeit nicht. Alles hängt davon ab, wie die Pandemie-Lage im Oktober sein wird.

Anregungen in Trient geholt

Viele Anregungen holte sich Organisator Pause beim Besuch des renommierten Bergfilm-Festivals in Trient, das im Mai als Hybrid-Veranstaltung stattgefunden hat. Dort konnte unter Beachtung aller Corona-Maßnahmen ein kleines Publikum Bergfilme in großen Veranstaltungsräumen gemeinsam genießen, zudem waren die Filme einen Monat lang online zu sehen.

Eine reine Online-Veranstaltung soll das Tegernseer Festival aber nicht werden. „Das ist einfach nicht dasselbe“, weiß Halmbacher-Höplinger.

Auch 2020 gab es vom Bergfilm-Festival ein kraftvolles Lebenszeichen. An drei Tagen wurden bei sieben Vorführungen 16 Filme gezeigt, fast alle bei früheren Festivals mit Preisen ausgezeichnet. Zwar musste die Zahl der Plätze im Ludwig-Thoma-Saal reduziert werden, doch die Begeisterung war groß, wie Halmbacher-Höplinger weiß: „Es war so schön, dem Ganzen entfliehen zu können und sich ins Reich der Berge zurückzuziehen.“

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