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An den Start gehen die Mountainbiker auch heuer beim Festival am Achensee. Im Tegernseer Tal sind die nötigen Strecken für den Wettkampf nicht zu bekommen.

Information im Tegernseer Stadtrat

Mountainbike-Festival bleibt am Achensee

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
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Das Mountainbike-Festival wird im Juni zum zweiten Mal am Achensee stattfinden. Es kommt nicht ins Tal  zurück, wie Bürgermeister Johannes Hagn im Stadtrat deutlich machte.

TegernseeDas Mountainbike-Festival, einst ein Renner am Tegernsee, wird im Juni zum zweiten Mal am Achensee stattfinden. Und es kommt auch nicht zurück, wie der Tegernseer Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) jetzt im Stadtrat deutlich machte: „Das Festival wird es im Tegernseer Tal nicht mehr geben.“

Ein Fazit, das

am Ende vieler Gespräche steht. Um das Festival wieder fürs Tegernseer Tal zu gewinnen, hatten die Tal-Bürgermeister das Thema selbst in die Hand genommen und mit Grundstücksbesitzern verhandelt. Vergeblich: Auch die Bürgermeister konnten Privateigentümer nicht überzeugen, noch einmal Flächen für das Festival zur Verfügung zu stellen. Der Grund: negative Erfahrungen. „Almbauern haben erlebt, dass Mountainbiker Weidezäune durchgeschnitten haben, weil sie die Strecke noch im GPS hatten“, berichtete Hagn. Den Schaden ersetze den Bauern am Ende keiner.

Er beantwortete damit eine Frage von Peter Schiffmann. Der SPD-Stadtrat hatte beim Tourismusbericht nachgehakt, ob denn das Thema MTB-Festival noch auf dem Schirm sei – und den Verlust der Prestige-Veranstaltung beklagt. Das letzte Mal hatte das MTB-Festival 2016 am Tegernsee stattgefunden. Damals gingen 1300 Radler an den Start, rund 8000 Besucher kamen. Danach hatte Florian Hornsteiner, Chef des Veranstalters Flowmotion nicht mehr genug Strecken am Tegernsee ausweisen können und das Festival nach Österreich verlegt.

Im Nachbarland sei die Lage anders, meinte Hagn: „Da kann man Grundeigentümer wohl auch zwingen.“ Am Tegernsee hätten die Bürgermeister versucht, Strecken zu finden, die entweder den Kommunen selbst oder dem Staatlichen Forstamt gehören. Doch auch diese Lösung habe sich letztlich nicht als praktikabel erwiesen.

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