Familiendrama in Penzberg: Schwiegertochter stellt sich

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Wollen verstärkt zu Fuß auf Streife: Beamten der Polizei Bad Wiessee, hier das Team Christian Rittig und Elisabeth Widmann an der Wiesseer Seepromenade.

"Wir stellen uns auf die neue Situation ein"

Nach Amoklauf: So reagiert die Wiesseer Polizei

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Tegernsee - Wilhelm Sigel, Chef der Wiesseer Inspektion, kündigt verstärkte Präsenz auf den Wald- und Seefesten an: "Wir wollen mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen."

Der grausame Anschlag in Nizza, ein Axt-Attentäter in Würzburg, ein Amokläufer in München und ein Selbstmordattentäter in Ansbach. Auch wenn die Taten nicht miteinander zusammenhängen. Diese Hiobsbotschaften, die da immer wieder und wieder auf uns herabregnen, hinterlassen ihre Spuren.

Bereits am Freitagabend war diese Verunsicherung, diese diffuse Angst vor dem, was noch kommen könnte, nicht nur in München sondern in ganz Oberbayern zu spüren. Das Gefühl, nirgends mehr sicher zu sein. Dass solche Gewalttaten genauso am Tegernsee, in Miesbach oder Holzkirchen möglich sind. Der Polizeipräsident von Oberbayern-Süd Robert Kopp hat auf dieses spürbare Unbehagen in der Bevölkerung bereits mit einer Stellungnahme reagiert.

Die Polizei wolle, so die Botschaft, in Zukunft stärker auf die Menschen zu gehen, mit ihnen reden, zeigen, dass die Ordnungshüter immer noch die Kontrolle haben und für unsere Sicherheit sorgen können. Was das im Einzelnen bedeutet, bleibt abzuwarten. 

"Werden deutlich mehr Präsenz zeigen"

Wilhelm Sigel, Leiter der Polizeiinspektion Bad Wiessee, zieht bereits jetzt seine eigenen Schlüsse aus den Ereignissen - und der Stimmung in der Bevölkerung. "Zwar" - und das betont Sigel deutlich - "gibt es derzeit keinerlei Hinweise irgendeiner Art auf eine verschärfte Sicherheitslage." Trotzdem werde die Wiesseer Inspektion Konsequenzen ziehen: "Wir werden deutlich mehr Präsenz zeigen, das versteht sich von selbst. Vor allem bei den Großveranstaltungen."

Es geht um "das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung"

Und davon steht in den kommenden Tagen einiges am Tegernsee an: Am Donnerstag findet das Seefest in Tegernsee statt. Am Freitag startet der SC Rottach-Egern ein neues Waldfest-Wochenende. "Wir werden diese Veranstaltungen anders als vorher betreuen", sagt Sigel. Heißt: Mehr Beamten auf der Straße, Präsenz zeigen, gesehen werden. Dabei gehe es vor allem darum, "das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung" aufrecht zu halten - oder eben wieder herzustellen.

"Wir müssen mehr auf die Straße"

Und das geht alles, trotz der bekannt dünnen Personaldecke in Wiessee? Sigel: "Die bayerische Polizei ist dafür bekannt, dass sie sich schnell und flexibel auf neue Situationen einstellt." Das habe man an den Münchner Kollegen am Freitag gesehen. Und offenbar wollen die Wiesseer da in nichts nachstehen. Auch außerhalb der Feste. "Wir müssen wieder mehr auf die Straße. Auch mit Fußstreifen. Das müssen wir anpacken."

Gleichzeitig werde man jeden Hinweis aus der Bevölkerung ernst nehmen. "Wenn den Leuten etwas komisch vorkommt, sollen sie sich melden. Dafür sind wir da." Das sieht der Polizei-Chef von Holzkirchen genauso und rechnet mit vermehrten Anrufen aus der Bevölkerung. Gleichzeitig warnt Johann Brandhuber aber auch vor Panik.

kmm

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