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Tegernsees Bürgermeister Johannes Hagn ist stinksauer über die Berichterstattung der Bild. 

Hagn: "Der Artikel ist üble Nachrede"

Bild-Attacke: Tegernseer Bürgermeister schießt zurück

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Tegernsee – „Deprimierender Sumpf“, „Promi-Bonusse und Ausnahmegenehmigungen“ - diese Anfeindungen der Bild lässt Tegernsees Bürgermeister nicht auf sich sitzen.

Unter dem Titel „Ausverkauf im Tal der Reichen“ war die Bild-Zeitung in ihrer Mittwochsausgabe schonungslos mit dem Tegernseer Tal umgegangen. Am Mittwochabend, bei der Sitzung des Bau-, Verkehrs- und Umweltausschusses, wehrte sich Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) gegen die Berichterstattung – und zwar stellvertretend für den ganzen Stadtrat, wie er ausdrücklich betonte.

„Der Artikel ist üble Nachrede.“

Solche Leute hätten keine Ahnung, konterte Hagn. „Der Artikel ist üble Nachrede.“ Hagn empfahl dem Landratsamt als indirekt kritisierte Genehmigungsbehörde eine Überprüfung der rechtlichen Situation. Zitiert wurde in dem Bericht die Grünen-Gemeinderätin Laura Wagner aus Gmund. Sie kritisierte, dass immer wieder in Landschaftsschutzgebieten gebaut werde. „Unser Idyll hier wird verschandelt“, wetterte Wagner in einem Zitat in dem Bericht. Auch Hagn wurde zitiert mit einer Aussage zum Almdorf, für das sich Michael Käfer interessiert. 

Um den angeblichen „Promi-Bonus“ bildlich zu dokumentieren, waren prominente Hausbesitzer zu sehen: FC-Bayern-Fußballer Philipp Lahm mit seiner Ehefrau Claudia und seinem Sohn Julian, die in Tegernsee-Süd ein Domizil haben, und allen voran FC Bayern-Torwart Manuel Neuer, dessen Traumhaus am Leeberg entsteht, und das in dem Artikel abgebildet war.

Ein Beispiel für all die Vorwürfe? Gerade im Fall Neuer hatte die Stadt Tegernsee erst im Juni gerade das Gegenteil bewiesen und dessen nachträglichen Wunsch zum Verschieben eines Gartenhäuschens abgelehnt. Massive Abgrabungen wären nötig gewesen, und die seien mit der örtlichen Gestaltungssatzung nicht vereinbar, hatte der Bauausschuss argumentiert.

Leute, die so etwas behaupten, hätten keine Ahnung vom Baurecht, sagte der Bürgermeister. „Sie sollten dann bitte an unseren Sitzungen teilnehmen. Wer sowas sagt, muss auch Ross und Reiter nennen. Ansonsten ist das üble Nachrede, gegen die ich mich im Namen des Stadtrats verwehre."

gr

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