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Auch die Bäume an der Tegernseer Hauptstraße mussten ganz schön Blätter lassen.

Kaputte Autos und Dächer - zerstörte Blumenwiesen

Bilanz: So schlimm war der Hagelsturm über Tegernsee

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Tegernseer Tal - Das Unwetter von Montag hat Tegernsee und Bad Wiessee hart getroffen. Zentimeter große Hagelkörner demolierten Autos, Häuser und Blumen. Eine Schadensbilanz.

Montag, gegen 15 Uhr: Ein Unwetter baut sich auf und gewinnt schnell an Fahrt. Erst fällt sintflutartiger Regen vom Himmel, der sich rasch in Graupel und dann in dicke Hagelkörner verwandelt. Um 15.45 Uhr ist der Spuk vorüber – und bei Allianz-Generalvertreter Andreas Maier in der Rosenstraße in Tegernsee klingelt schon das Telefon. „Nicht nur Autos wurden beschädigt, sondern auch Hausfassaden und Balkone“, sagt Maier am Dienstag, dem Tag danach. Die Anzahl der Schadensmeldungen in seiner Vertretung sei stattlich, so Maiers vorläufige Bilanz.

Annemarie Götz-Mayrhofer vom Versicherungsbüro Ulrich Antonitsch in Bad Wiessee ist am Dienstag damit beschäftigt, die Schadensmeldungen abzuarbeiten und die Autobesitzer zu trösten: „Über die Teilkasko mit einer Selbstbeteiligung, die in der Regel 150 Euro beträgt, sind auch Hagelschäden versichert“, erklärt die Mitarbeiterin. Sie hat zugleich eine gute Nachricht für die Versicherten: „Höher eingestuft wird nach einer Hagelreparatur keiner.“

Der Tegernseer Stadtgärtner Anian Hölzl begutachtet die Blumen auf den Verkehrsinseln, die vor dem Unwetter noch prächtig geblüht haben und jetzt ein trostloses Bild abgeben.

Schlimm hat’s das Autohaus Kathan in Bad Wiessee getroffen. „Wir haben den ganzen Tag das Wetterradar beobachtet und sind davon ausgegangen, dass wir verschont bleiben“, sagt Alexandra Kathan. Was nicht der Fall war: Als der Hagel dann doch kam, konnten die Mitarbeiter nicht mehr rechtzeitig reagieren und den Fuhrpark, der sich rund um den Firmensitz an der Münchner Straße präsentiert, in die Tiefgarage schaffen. 

Autohaus betroffen: "Verschaffen uns gerade Überblick"

Wie viele Autos betroffen sind und wie hoch der Schaden ist, konnte Alexandra Kathan gestern noch nicht sagen. „Wir verschaffen uns gerade einen Überblick, was die dicken Dinger da angerichtet haben.“ Mit geschädigten Kunden hat auch Martin Weingärtner in seinen Autohäusern in Waakirchen und Miesbach zu tun: „Selbst aus Schliersee und Neuhaus kommen Autobesitzer, die viele kleine Einschläge an ihren Fahrzeugen beklagen.“

Nicht nur Dellen im Lack hat der Hagel hinterlassen: In Tegernsee, wo die Verkehrsinseln, Blumenrabatten und öffentlichen Anlagen in voller Blütenpracht standen, bietet sich ein trauriges Bild: Nur die robusten Blumen haben überlebt, der Rest ist regelrecht umgemäht. „Mir hat das Herz geblutet, als ich das gesehen hab’“, sagt Stadtgärtner Anian Hölzl (27). Mit 18 Mann ist er seit Dienstagfrüh damit beschäftigt, die Anlagen zu inspizieren und erste Schäden zu beseitigen. 

Stadt-Gärtner: "Mir hat das Herz geblutet"

Seit vier Jahren sei er hier im Dienst, „an so einen Hagelschauer kann ich mich nicht erinnern.“ Insgesamt sei Tegernsee aber mit einem blauen Auge davon gekommen, da man nicht alles ersetzen müsse, sondern viele Blumen zurückschneiden und auf die nächste Blüte warten könne.

Auch die Hagelflieger schafften es nicht, das Drama zu verhindern. Obwohl die App allerdings anzeigt, dass die Flieger gar nicht bis zum Tegernsee vorgedrungen sind.

Gebannt ist die Unwettergefahrübrigens noch nicht: Am Dienstagabend warnt der Deutsche Wetterdienst vor Dauerregen im ganzen Landkreis.

gr

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