+
Vergänglicher Anblick: Der Abriss des Feuerwehrhauses stand bei der Klausur nicht mehr zur Debatte. 

Nach der Klausur zum Feuerwehrhaus Tegernsee

Die nächste Entscheidung steht an

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
    schließen

Wie geht’s weiter mit den Plänen für das neue Feuerwehrhaus? Wie vereinbart, trafen sich die Mitglieder des Tegernseer Stadtrats jetzt zur Klausur, um ausgiebig zu diskutieren.

Tegernsee– Das Treffen fand im Hotel Das Tegernsee statt, wo dem Stadtrat ein Tagungsraum zur Verfügung gestellt wurde. „Aus beruflichen Gründen und schneebedingt waren wir nicht vollzählig“, berichtet Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) auf Nachfrage. Von 10 bis 13 Uhr saß das Gremium zusammen. „Wir haben gut gearbeitet“, fasst Hagn zusammen. Die Klausur sei wichtig gewesen, um ausgiebig zu diskutieren. „Vier Stunden Arbeit kann man eben nicht in eine Stadtratssitzung oder eine Sondersitzung packen.“

Zu den Ergebnissen könne und dürfe er vorab noch nichts sagen. Dies solle in der nächsten öffentlichen Sitzung des Stadtrats am Dienstag, 5. Februar, passieren. So viel kann Hagn aber doch verraten: Es ging um die beiden Varianten, auf die sich der Stadtrat bereits schon grundsätzlich geeinigt hatte: einen kompakten rechteckigen Bau (Variante K) oder ein L-förmiges Gebäude. Zudem befassten sich die Teilnehmer der Klausur mit der Dachform und den Wohnungen, die in den Gebäuden integriert werden. Basis der Diskussion sei immer das Raumprogramm für die Feuerwehr, an dem festgehalten werde. Neun Garagen plus Waschhalle – das ist fix. Von über sechs Millionen Euro Baukosten ist die Rede. Dass das alte Feuerwehrhaus abgerissen wird, ist bereits beschlossene Sache, auch wenn eine Bürgerinitiative versucht hat, den Stadtrat zu einer Abkehr von dieser Entscheidung zu bewegen.

„Wir haben verschiedene Möglichkeiten anhand eines Modells durchgespielt, haben uns an der Umgebung und dem Gelände orientiert“, berichtet Hagn. „Ja, wir haben mit Klötzchen die Möglichkeiten durchgespielt“, so der Rathauschef. Auch habe man sich die Frage gestellt, ob es unbedingt ein Satteldach sein müsse, oder ob auch ein moderner Bau in Frage komme. „Betrachtet man das geplante Hotel mit Flachdach nebenan, die Bohne, dann könnte man diese Dachform durchaus aufgreifen.“ Es stelle sich die Frage, so Hagn, welche Perspektive die wichtigere sei – von oben oder aus Sicht der Hochfeldstraße.

Lesen Sie auch: Das sagt der Feuerwehrkommandant zur Planung

Auch die Münchner Architektin Claudia Schreiber, die bereits die Machbarkeitsstudie im Auftrag der Stadt erstellt und nach der EU-weiten Ausschreibung den Auftrag für die Planung bekommen hatte, war bei der Klausur dabei. Sie bekam erneut präzise Vorgaben für die weitere Planung. Bis zur nächsten Sitzung dürften die Ergebnisse aber noch nicht vorliegen, schätzt Hagn. vermutlich erst in der März-Sitzung werde sich der Stadtrat dann erneut damit befassen können.

Und dennoch soll am Dienstag, 5. Februar, die Entscheidungen getroffen werden, in welcher Variante das neue Feuerwehrhaus entsteht. Ein Vorschlag aus der Klausur liegt dann auf dem Tisch.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Toter Arzt am Tegernsee: 49-Jährige soll ihren Mann getötet und auf seiner Asche masturbiert haben
Toter Arzt am Tegernsee: 49-Jährige soll ihren Mann getötet und auf seiner Asche masturbiert haben
Gmund: Bauarbeiter sägt sich in Hand - Kripo ermittelt
Gmund: Bauarbeiter sägt sich in Hand - Kripo ermittelt
Herbstwandern, Naturrodeln und Entspannen im Jod-Schwefelbad: Erleben Sie das Tegernseer Tal in der kühlen Jahreszeit
Herbstwandern, Naturrodeln und Entspannen im Jod-Schwefelbad: Erleben Sie das Tegernseer Tal in der kühlen Jahreszeit
Nach Bachmair am See: Nächstes Luxus-Hotel am Tegernsee schließt völlig überraschend
Nach Bachmair am See: Nächstes Luxus-Hotel am Tegernsee schließt völlig überraschend

Kommentare