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So sieht er bisher aus: der Westerhof in Tegernsee.

Anwohner gehen auf die Barrikaden

Nachbarn klagen gegen Westerhof-Pläne

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Tegernsee - Die Planung für den Ausbau des Westerhofs über Tegernsee ist längst genehmigt. Doch die Anwohner sehen das Vorhaben nicht so gelassen wie die Behörden. Sie klagen.

Der Westerhof soll wachsen. Die inzwischen genehmigte Planung missfällt allerdings einigen Anwohnern. Vier Parteien klagen gemeinsam gegen das behördliche Okay für die Erweiterung. Am Mittwoch, 28. September, befasst sich das Bayerische Verwaltungsgericht München bei einem Ortstermin mit den Einsprüchen.

Was sie bewegt, darüber wollen die Anwohner vorab keine Auskunft geben. Auch nicht über den Münchner Anwalt, von dem sie sich gemeinsam vertreten lassen. Im Kern geht es aber um den Immissionsschutz, wie Gerhard Brandl als Sprecher des Landratsamts mitteilt.

Das ist geplant: der Zukunfts-Westerhof.

Dass der Bau nicht unumstritten ist, wurde allerdings schon bei der Sitzung des Tegernseer Stadtrats im März 2014 klar. Damals rückten etwa 20 Anwohner an, um die Präsentation der neuen Pläne zu verfolgen. Aus ihren Sorgen machten sie keinen Hehl. Durch den Hotelbau und den größeren Betrieb könnte es mit der Ruhe bald vorbei sein, meinten die Nachbarn. Zudem sei die Zufahrtsstraße für eine solche Belastung nicht geeignet.

Der Stadtrat konnte sich mit den Plänen jedoch durchaus anfreunden. Lediglich Thomas Mandl (SPD) stimmte dagegen. Ansonsten begrüßte das Gremium den Kurs von Eigentümer Andreas Greither, der den zuvor angepeilten Masterplan für seinen traditionsreichen Westerhof stark abgespeckt hatte. Jener Masterplan hätte eine Erweiterung des derzeitigen Garni-Hotels von 90 auf 300 Betten beinhaltet. Das Konzept sah den Abriss und Neubau des gesamten Komplexes vor. Den vom Landratsamt genehmigten Plänen zufolge legt das Hotel nur um 48 Betten zu, steigt aber zum Vollhotel auf. Die baulichen Veränderungen umfassen nur den seeseitigen Häuserkomplex. Das Hauptgebäude soll seinen Charakter behalten, jedoch um 1,40 Meter bergwärts versetzt werden. 

Bei der Wandhöhe ist das höchste Maß neun Meter. Um Platz zu gewinnen, soll das Dach nur noch eine Neigung von 15 Grad bekommen. Ein kubisches Gebäude mit Flachdach ersetzt den jetzigen Mittelbau. Der bisher dominante Westbau wird um 1,50 Meter reduziert und bekommt ein Zeltdach mit 18 Grad Neigung. Eine durchgehende Terrasse verbindet sämtliche Gebäude.

Die zusätzlichen Hotelbetten könnte die Stadt Tegernsee gut gebrauchen, weshalb Bürgermeister Johann Hagn (CSU) die Pläne grundsätzlich begrüßt. Schließlich fehlen nach der Schließung des Hotels Bastenhaus 60 Betten, zudem zögen sich die Arbeiten am Hotel Fackler hin, meint Hagn. Aber natürlich sei es das gute Recht der Anwohner, berechtigte Interessen durchzusetzen, meint Hagn, der auch schon mit einigen Nachbarn gesprochen hat. „Wir haben ein Hotel, das sich erweitern will. Das bedeutet halt auch eine Belastung für die Anwohner.“ Es sei im Interesse der Stadt eine Lösung zu finden, betont Hagn, Neben Eigentümer Greither ist auch die Stadt bei der Vor-Ort-Verhandlung beigeladen. Zur Verkehrssituation am Westerhof wurde übrigens auch ein Gutachten erstellt. Dessen Ergebnis dürfte eine gewichtige Rolle in dem Verfahren spielen.

Nicht nur unterm Westerhof ärgern sich Anwohner über Baustellen, auch die Baustelle von Manuel Neuer erzürnt seine zukünftigen Nachbarn.

jm

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