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Ziehen eine erfolgreiche Bilanz des ersten Semesters der vhs im Tegernseer Tal: Eva-Maria Friz-Lampert und Hannelore Stuber.

Neuer Verbund legt positive Bilanz vor

Volkshochschulen: Weitere Fusionen im Gespräch

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Tegernseer Tal - Seit Ende 2015 gibt es die Volkshochschule im Tegernseer Tal. Damals wurde Bad Wiessee in den Verbund integriert. Jetzt hat die vhs eine erste Bilanz vorgelegt. Sie fällt positiv aus.

„Wir blicken auf ein paar tolle Erfolge zurück. So konnte das Programmangebot in Bad Wiessee mehr als verdoppelt werden“, sagt Hannelore Stuber über das erste Halbjahr 2016. Es war das erste richtige Semester seit der Gründung der Volkshochschule (vhs) im Tegernseer Tal. Wie berichtet, war die Wiesseer Mini-vhs nach langem Hin und Her in den Verbund Tegernsee, Rottach-Egern-Kreuth integriert worden. Stuber – eigentlich Leiterin der Waakirchner vhs – wurde mit der Programmbetreuung in Bad Wiessee beauftragt.

Sie habe mit ihrem Engagement für viel frischen Wind gesorgt, heißt es nun in der Bilanz. Gleich bei der Auftaktveranstaltung im Januar, einem Vortrag zum Thema „Iran“, gab’s laut vhs mit 77 Teilnehmern einen Besucherrekord. Eva-Maria Friz-Lampert, Vorsitzende der vhs im Tegernseer Tal, spricht von einer „positiven Entwicklung“.

Überhaupt ist für sie die Schaffung größerer Volkshochschul-Einheiten der einzig gangbare Weg für die Zukunft. Hintergrund sind auch neue Vorgaben des Bayerischen Volkshochschulverbands. „Künftig kriegen wir nur noch Staatszuschüsse, wenn wir eine gewisse Leistung erbringen“, erklärt die Vorsitzende. Sie sei deshalb gerade dabei, neue Strukturen auszutüfteln.

In Frage kommen nach Einschätzung Friz-Lamperts eigentlich nur zwei Alternativen: die Schaffung einer talweiten Volkshochschule, der sich dann auch Waakirchen und Gmund anschließen, oder gleich eine Landkreis-vhs. „Für beide Möglichkeiten finden sich Liebhaber“, fügt Stuber hinzu. Entscheiden müssten letztlich die Gemeinden.

Waakirchens Bürgermeister Sepp Hartl (FWG) steht einem Zusammenschluss der Waakirchner vhs mit einer anderen Bildungsstätte durchaus aufgeschlossen gegenüber. „Da gibt es schon Überlegungen“, sagt er. Konkret sei allerdings noch nichts. Seine Fühler würde Hartl aber nicht automatisch nur in Richtung Tegernseer Tal ausstrecken, sondern auch in den Landkreis-Norden, etwa nach Holzkirchen. „Auch da arbeiten wir sehr kameradschaftlich zusammen“, meint er. Um Zusammenschlüsse oder zumindest Kooperationen komme die vhs auf Dauer jedenfalls nicht herum.

Anders sieht das Hartls Amtskollege aus Gmund. Georg von Preysing (CSU) hatte schon bei der Diskussion um die Zukunft der Wiesseer vhs deutlich gemacht, dass die Gmunder Volkshochschule eigenständig bleiben wolle. „Und an dieser Haltung hat sich auch nichts geändert“, sagt Preysing auf Nachfrage. Man habe in Gmund derzeit so viele andere Sachen am Hals, da sei das Thema Volkshochschule sein „geringstes Problem“, meint der Rathaus-Chef. Die Gmunder vhs laufe hervorragend, er sehe keinen Anlass, etwas zu ändern.

Die Forderung nach einer talweiten Volkshochschule ist übrigens keineswegs neu. Schon der frühere Tegernseer Bürgermeister Peter Janssen war ein Verfechter dieser Idee. Er hatte in seiner Amtszeit sowohl Bad Wiessee als auch Gmund mehrfach eine Fusion mit der damaligen vhs Tegernsee/Rottach-Egern/Kreuth angeboten. Schon 2008 hatte Janssen gegenüber unserer Zeitung erklärt: „Das wäre ein weiterer Schritt im Zusammenwachsen des Tals.“

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