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Gespräche befeuern: Bürgermeister Johannes Hagn (r.) begrüßte die Gäste beim städtischen Neujahrsemfang im Café Kreutzkamm in Tegernsee. 

Neujahrsempfang in Tegernsee

Austausch statt Antworten

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Einen direkten Austausch unter allen, die sich für Tegernsee stark machen und das kommunale Leben gestalten, wünschte sich Bürgermeister Johannes Hagn beim Neujahrsempfang der Stadt. Statt selbst über anstehende Projekte zu informieren, legte er den Anwesenden nahe, einander Fragen zu stellen.

Tegernsee Bevor Bürgermeister Hagn die Kommunikation unter den anwesenden Stadtratsmitgliedern, Vereinsvorständen, Vertretern von Unternehmen, Gewerbetreibenden und Gastgebern, Kulturmachern und auch Herzogin Anna in Bayern, nebst ihrem Gatten Andreas von Maltzan, so trickreich befeuerte, verteilte der Rathauschef auch einiges an Lob. Allen voran an all jene, die in den Tagen des Katastrophenfalls dafür sorgten, dass das Schneechaos in der Stadt nicht überhandnahm. Hagn lobte nicht nur den städtischen Bauhof, sondern vor allem die Floriansjünger: „Man sieht, wer für Tegernsee unterwegs ist. Darum stehen wir hinter der Feuerwehr. Sonst wären wir aufgeschmissen“, sagte Hagn, nicht zuletzt mit Blick auf die Zukunft des Feuerwehrhauses, zu dem der Stadtrat jüngst in Klausur gegangen war. 

Der Bürgermeister würdigte auch die Mitarbeiter aus dem Rathaus und Partner stadteigener Unternehmen, die sich über das normale Maß hinaus engagieren und – wie etwa Rathaus-Geschäftsleiter Hans Staudacher oder die Bürgermedaillen-Trägerin Helga Hobmeier – ihre Freizeit in ihre Projekte investierten.

Sie empfahl er als kompetente Gesprächspartner, die Fragen über anstehende Projekte und Entwicklungen beantworten könnten: Manfred Pfeiler vom E-Werk über CO2-neutrales Erdgas, zur Elektromobilitäts-Infrastruktur und Wohnraumbeschaffung; Heino Seeger, Geschäftsführer der TegernseeBahn AG (TAG), über die Bahnsteigerhöhung und den künftigen Flächenbedarf der TAG; Volkshochschul-Leiterin Sabine Stuhlberger-Eder über die Reformation der vhs. Christian Kausch als Chef der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) könne berichten, wie es mit dem neuen Beirat laufe, denn da habe man öffentlich noch gar nichts gehört: „Zeit wird’s“, fand Hagn. Der neue Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn (BOB), Veit Bodenschatz, der mit dem Katastrophenfall gleich richtig losgelegt habe, könne sicherlich etwas zum Stand der Dinge beim Bahnbetrieb sagen.

Konkreter wurde Hagn wenigstens dazu, was denmangelnden Brandschutz in der Pfarrkirche betrifft, dem Veranstaltungen wie die langjährige Konzertreihe musica sacra zum Opfer fielen: „Wir versuchen, die Konzerte in irgendeiner Form zu retten“, beteuerte er. „Aber seit Bad Reichenhall und Schneizlreuth wird man keinen Kommunalpolitiker mehr finden, der sich über den Brandschutz hinwegsetzen würde“, sagte er mit Verweis auf den Einsturz der Eishalle 2006 und das Brandunglück 2017. Hagn dankte dem Bundestagsabgeordneten Alexander Radwan und dem Vorstand der Raiffeisenbank Gmund, Josef Paul, für ihr Engagement, nach dem Wegfall der Postagentur in Tegernsee in der Gmunder Bank Ersatz einzurichten.

Diverse Termine kündigte Hagn an: das 20-jährige Bestehen des Volleyballclubs Tegernseer Tal und die Realisierung des dritten Beachvolleyball-Platzes auf der Point, die Tempest-Segel-Weltmeisterschaft im August und die Stadtmeisterschaft der Feuerschützengesellschaft im Mai samt neuem Parkkonzept. Diese wie auch das Jubiläum 70 Jahre Tegernseer Kunstausstellung lieferten den Gästen des Empfangs noch viel Gesprächsstoff.

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