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Nur 51 Abiturienten treten an

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Von: Gerti Reichl

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Werner Oberholzner Direktor am Gymnasium
Werner Oberholzner Direktor am Gymnasium © Thomas Plettenberg

Corona-Jahrgang Nummer drei tritt ab Mittwoch, 27. April, auch am Gymnasium Tegernsee zu den Abitur-Prüfungen an. Will heißen: Nach 2020 und 2021 kommt erneut der Stress mit der Pandemie dazu – zusätzlich zum prüfungsbedingten Zittern um das Beherrschen von Vokabeln, Formeln und Daten.

Tegernsee - Dass heuer nur 51 Abiturienten antreten und am Mittwoch (27. April) mit dem Fach Deutsch starten – 2021 waren es 69, an allen Gymnasien in Bayern sind es heuer rund 35 000 – macht es Schulleiter Werner Oberholzner ein wenig leichter. „Wir haben eine wirklich außergewöhnlich kleine Zahl an Prüflingen“, sagt der Direktor. Damit sei es möglich, dass die Prüfungen ausschließlich im Barocksaal geschrieben werden können. Zwei Lehrkräfte, auch das ist so üblich, werden die Aufsicht übernehmen. „Die nötigen Abstände können eingehalten werden“, versichert Oberholzner. Im Gegensatz zu vielen anderen Schulen sei damit der Unterricht und Schulbetrieb für alle restlichen Klassen nicht beeinträchtigt.

Mit oder ohne Maske zur Abi-Prüfung? Jeder kann selbst entscheiden

Mit Maske oder ohne zur Prüfung? Oberholzner gesteht, dass nicht nur er selbst, sondern vor allem die Gymnasiasten in den höheren Klassen das Tragen von Masken im Unterricht zuletzt befürwortet hätten, obwohl die Pflicht dazu aufgehoben sei. „Mehr als empfehlen kann und darf ich das nicht“, sagt der Direktor, der durchaus eine gewisse Klassen-Dynamik beobachten konnte. Insgesamt schwanke die Bereitschaft aber deutlich. Wie sich die Abiturienten während der Prüfungen verhalten, könne er nicht voraussehen.

Ganz sicher könne er berichten, dass gerade die Abiturienten zuletzt „extrem vorsichtig“ gewesen seien, um eine Infektion zu vermeiden. Gestern, zum Schulstart nach den Osterferien, seien natürlich Krankmeldungen aufgeschlagen. Dabei handle es sich aber nicht um Abiturienten. 610 Schüler drücken aktuell am Tegernseer Gymnasium die Schulbank. Angesichts der noch immer hohen Infektionszahlen im Landkreis Miesbach könne nicht ausgeschlossen werden, dass es auch an der Tegernseer Schule Infektionen gebe. „Zwei Dutzend waren es im Schnitt vor den Ferien.“

„Testen, testen“ lautet die Devise. Noch in dieser Woche ist dies ohnehin an allen Schulen Pflicht, ab Mai gehört dies an den Schulen der Vergangenheit an. Sollte ein Abiturient tatsächlich am Prüfungstag ein „positives“ Ergebnis haben, so kann Oberholzner beruhigen. „Es gibt Nachholtermine, wie dies auch sonst schon der Fall war, wenn ein Schüler am Prüfungstag erkrankt war.“

Gar so kompliziert, wie das Abitur noch im vergangenen Jahr ablief, wird es also nicht mehr sein. Wer sich da nicht getestet hatte, musste in einem separaten Raum schreiben. Zusätzlich sicherte das Gesundheitsamt im Hinblick auf viele falsch-positive Ergebnisse bei den Selbsttests ein rechtzeitig vorliegendes PCR-Ergebnis zu.

Abi-Start in Tegernsee: Direktor hofft auf „Rücksicht“ bei den Prüfungsaufgaben

Sorgt er sich angesichts vieler zurückliegender Wochen mit Distanzunterricht um den Wissensstand der Abiturienten? „Schwer zu sagen“, meint Oberholzner. „Es hat natürlich Schüler gegeben, die sich schwergetan und gekämpft haben, auch in der Q12.“ Dass zuletzt durchgängig Unterricht und damit auch eine geregelte Prüfungsvorbereitung stattgefunden habe, sei positiv zu bewerten.

Während das Ministerium für Unterricht und Kultus bereits „faire und verlässliche Rahmenbedingungen“ ankündigt, hegt der 63-jährige Direktor, der seit 2003 das Gymnasium leitet, vor allem eine Hoffnung: „dass bei den Prüfungsaufgaben, die jetzt auf uns herunterschneien, Rücksicht auf die Situation genommen wird.“  

Lesen Sie hier: So läuft der Abi-Start in Miesbach .

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