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Zwei von vier Destinationen im Tal: Der Bahnhof in Tegernsee und die Neumüllerkapelle.

Mit Übersichtskarte

Tag des Denkmals am Tegernsee: Da können Sie rein

Tegernseer Tal - Gleich vier Gebäude im Tegernseer Tal, die unter Denkmalschutz stehen, öffnen in knapp zwei Wochen ihre Türen. In einigen sind auch sachkundige Führungen angesetzt. 

Historische Bauten und Stätten, die zum Teil sonst nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind, laden ein zu einer Zeitreise: Am Sonntag, 11. September, steht der Tag des offenen Denkmals an, der seit 1993 immer am zweiten September-Sonntag angesetzt wird. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz will damit die Bevölkerung für die Bedeutung des kulturellen Erbes sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege wecken. Auch der Landkreis Miesbach ist mit acht historischen Gebäuden vertreten.

Bahnhof Tegernsee

Die Konzession zum Bau und Betrieb des Tegernseer Bahnhofs erteilte der Eisenbahn-Aktiengesellschaft Schaftlach-Gmund im Jahr 1882 kein Geringerer als König Ludwig II.. Damals gab es nur eine 7,6 Kilometer lange Eisenbahnverbindung von Schaftlach nach Gmund, 14 Jahre später wurde die Strecke um 4,8 Kilometer bis nach Tegernsee verlängert. 1902 konnte der erste Zug im Bahnhof Tegernsee einfahren (Führung um 9.15 Uhr; Besichtigung des Lokschuppens).

Karte: Denkmäler im Tegernseer Tal

Lieberhof

Nicht weit entfernt vom Tegernseer Bahnhof liegt der heutige Berggasthof Lieberhof an der Neureuth, der einst ein Bauernanwesen war. Seine Geschichte reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Bis zum Jahr 2000 hatte der Einfirsthof mit Blockbau-Obergeschoss und Lauben insgesamt 17 verschiedene Besitzer – darunter zu Zeiten der Weimarer Republik auch die damalige Gemeinde Tegernsee. Ab 2000 pachtete Hans Hailer jun. den Hof, vier Jahre später bekam er den alleinigen Besitz von seinen Eltern überschrieben (Führung um 11 Uhr, Treffpunkt Neumüllerkapelle).

Neumüllerkapelle

Die Neumüllerkapelle im Tegernseer Alpbachtal ist in jedem Fall wieder ein Platz, an dem es sich aushalten lässt. Wieder. Denn lange Zeit war die Kapelle aus dem Jahr 1896 dem Verfall preisgegeben, ehe sie eine nahe des Kirchleins lebende Frau vor rund zwei Jahren sanierte. Dabei hat sie alles so originalgetreu wie möglich gestaltet. Übrigens: Auf der Kapelle steht als Baujahr 1898, was jedoch falsch ist. Nach langer und intensiver Recherche der Verwalterin kam heraus, dass das Kircherl zwei Jahre älter ist (geöffnet nur am Tag des Offenen Denkmals von 10.30 bis 11.30 Uhr, Führung nach Bedarf).

Riedersteinkapelle

Auf dem 1207 Meter hohen Felssporn Riederstein am Tegernsee steht auch die Riedersteinkapelle. Seit 1841 gab es dort ein kleines Gotteshaus. Der neogotische Bau mit Altar und einer Pietà-Figur entstand vor gut 150 Jahren. Läuft man vom Gasthof Galaun aus auf dem Kreuzweg mit seinen 14 Stationen los, erreicht man die Riedersteinkapelle über 500 Treppenstufen (Führung um 14 Uhr).

Villa Bruneck

Die Erbauung der heutigen Seniorenresidenz Villa Bruneck in Kreuth ist Gräfin Schlippenbach zu verdanken, der Gattin des Königlich-Preußischen Kammerherrn Friedrich von Schlippenbach. Im Jahr 1907 nämlich beauftragte sie den Architekten Gabriel von Seidl, ein Landhaus zu bauen. 57 Jahre später erhielt das Gebäude einen Anbau nach den Plänen des lange Zeit am Tegernsee lebenden norwegischen Karikaturisten Olaf Gulbransson (Führungen auf Anfrage; 13 bis 16.30 Uhr: Besichtigung der Gräflichen Gruft und der Bibliothek).

Weitere Infos gibt's hier.

Philip Hamm

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