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Am Achensee statt am Tegernsee findet der nächste MTB-Marathon statt.

Organisator zieht Konsequenzen aus Streit um Strecken

MTB-Festival: Achensee statt Tegernsee

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Tegernseer Tal - Das Thema Mountainbike-Festival ist vorerst gelaufen am Tegernsee: Im Mai 2017 ist erstmals Achensee der Austragungsort.

13 Mal lockte das MTB-Festival jährlich mit weit über 1000 aktiven Teilnehmern und zigtausend Zuschauern an den Tegernsee. Die letzte Veranstaltung im Juni war für die Organisatoren der Firma flowmotion aus Gmund schon holprig: Weil ein Großteil der Grundbesitzer nicht mitspielte, musste das Festival auf einen Rundkurs am Wallberg eingedampft werden. Schon nach der Veranstaltung kündigte Agentur-Chef Florian Hornsteiner an, dass es keine Neuauflage am Tegernsee geben werde. Die Gemeinde Rottach-Egern hatte lange gehofft, dass es wieder klappen könnte

Was hier am Tegernsee offenbar schwierig ist, scheint bei den Tiroler Nachbarn am Achensee reibungslos zu klappen. Und so wird am 27. und 28. Mai 2017 erstmals ein MTB-Festival am Achensee stattfinden. „Wir setzen damit auf einen Austragungsort, der langfristig ein attraktives und erstklassiges Streckennetz für Mountainbiker anbieten kann“, sagt flowmotion-Geschäftsführerin Anja Freitag. Nach der „schwierigen Situation am Tegernsee“ hätten mehrere Regionen ihr Interesse als Austragungsort bekundet. „Am Achensee sind die Bedingungen gut“, so Freitag. „Die Grundstücke, auf denen die Kurse liegen, befinden sich fast zu hundert Prozent auf Staatsgrund.“ Außerdem hätten die Nachbarn in Österreich die Ausschilderung der Wege längst erledigt. „Die Region musste uns nur noch ein Wegenetz aufzeigen.“ 

Vier Strecken mit Distanzen von 30 bis 96 Kilometern und zwischen 690 und 2650 Höhenmetern warten auf die Teilnehmer. Der Rottacher Stefan Niedermaier als Streckenchef verspricht Hobbyfahrern und MTB-Profis „ein abwechslungsreiches, den Rennformaten angepasstes und langfristig gültiges Streckennetz, das während der gesamten Bike-Saison ohne Einschränkung befahren werden kann“. Nicht nur die Region ist neu: Erstmals sind am Achensee alle vier Marathon-Strecken auch für E-Biker freigegeben, die je nach Strecke in einer eigenen Wertung gemessen werden. Das zweitägige Festival bietet weitere Wettbewerbe wie ein Bergsprint-Rennen für Mountain- und E-Biker, einen Uphill-Contest, einen Kids-Bike-Cup sowie Laufrad-Rennen für den Nachwuchs und auch eine große Ausstellung mit zahlreichen Partnern und Sponsoren. „Wir freuen und sehr über die Partnerschaft mit der Region Achensee“, betont Hornsteiner. „Damit können wir nun wieder attraktive Strecken bieten, die ganzjährig und langfristig für Mountainbiker und unseren Marathon zur Verfügung stehen.“ 

Ist der Tegernsee als Austragungsort damit endgültig gestorben? „Wir machen die Tür nicht für alle Zeiten zu“, betont Anja Freitag. „Aber ganz realistisch: In einem Jahr ist es nicht zu schaffen, ein ordentliches Wegenetz auf die Beine zu stellen.“ Für die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) und deren Bestreben, das Tal als Top-Radregion zu präsentieren, ist die Entscheidung von flowmotion ein herber Rückschlag. „Das ist sehr schade, denn das Festival hat die Region Tegernsee gut nach außen getragen“, betont TTT-Geschäftsführer Christian Kausch. Er verweist aber zugleich auf das bestehende Angebot, das von der TTT beworben wird: „Wir haben ein tolles Radweg-Angebot, auch für E-Biker. Das Festival war natürlich das I-Tüpfelchen.“ Jetzt müsse Ruhe einkehren, „denn auf Biegen und Brechen müsse man nichts Neues vom Zaun brechen.“ Intern habe man vereinbart, dass sich die Kollegen von der Alpenregion Tegernsee-Schliersee (ATS) intensiv dem Thema Radfahren widmen. 

Ziel ist immer noch, den von Florian Hornsteiner angestrebten, 140 Kilometer langen MTB-Rundkurs um den Tegernsee und den Schliersee zu verwirklichen. Dieser soll den Biker-Strom kanalisieren und helfen, Konflikte, etwa mit Wanderern, zu verhindern. Seit dem letzten MTB-Festival und den negativen Erfahrungen mit den Grundbesitzern lagen Hornsteiners Pläne auf Eis. Inzwischen, so berichtet flowmotion, sei man wieder im Austausch mit der ATS. Anja Freitag ist zuversichtlich: „Ich glaube daran, dass unsere Region das schaffen wird."

Anmeldungen und Infos ab Mitte Oktober unter www.mtb-festival.de oder www.mtb-festival.at.

gr

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