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Thomas Gradl  (r.) sammelt weiter Unterschriften.

Initiator zieht erfreuliche Zwischenbilanz

Orthopädische Klinik: Schon 800 Unterschriften für Standort-Erhalt

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Bereits 800 Unterstützer hat eine Unterschriftenaktion, die Patient Thomas Gradl zum Erhalt der Orthopädischen Klinik in Tegernsee gestartet hat. Dabei ist sie noch nicht beendet. 

Tegernsee – Die Orthopädische Klinik auf der Point liegt Thomas Gradl am Herzen. So sehr, dass der 47-Jährige aus Tegernbach bei Freising, der schon mehrmals seine Reha in der Klinik verbrachte, Ende Februar eine Unterschriftenaktion für die Klinik gestartet hat. Inzwischen haben sich schon über 800 Personen aus ganz Bayern in die Listen eingetragen, und es werden täglich mehr. „Dass ich mit meiner Aktion so viele Unterstützer finde, hätte ich nicht zu hoffen gewagt“, sagt Gradl, als er dieser Tage einigen Patienten, denen er sich freundschaftlich verbunden fühlt, einen Besuch abstattete. Dabei nahm er auch einen ersten Stapel an Listen in Empfang.

Die Unterzeichner fordern die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bayern-Süd als Betreiberin und die zuständigen Ministerien auf, die Reha-Klinik in Tegernsee zu erhalten. „Patienten, Mitarbeiter und Ärzte sorgen sich um die Zukunft“, weiß Gradl, der die Zitterpartie um die schrittweise Modernisierung der Klinik seit Jahren verfolgt. Die DRV solle sich endlich klar zugunsten des Klinik-Erhalts auf der Point positionieren und mit der Prüfung alternativer Standorte und ihrem Gerede von einem Plan B aufhören, so Gradl.

Der 47-Jährige und seine Mitstreiter hoffen, dass nun auch bald der Durchführungsvertrag in trockenen Tüchern ist, der zwischen der Stadt und der DRV abgeschlossen wird. Erst dann nämlich besteht Klarheit, ob die DRV die Modernisierung und den Ausbau der Klinik wie bereits geplant durchzieht. Vorgesehen ist der Bau einer Therapiehalle, anschließend soll das Haus Schönblick geschlossen und durch den Neubau eines Bettenhauses auf der Stelle des jetzigen Sportheims erfolgen.

Voraussichtlich noch bis Mitte Mai soll die Unterschriften-Aktion laufen. Gradl rechnet damit, dass die Tausender-Hürde geknackt wird. Denn nicht nur an der Klinik selbst, sondern auch in Vereinen in Tegernsee und an vielen Standorten in Bayern werden Unterschriften gesammelt. „25 Listen sind gerade noch im Umlauf“, berichtet der Initiator. Ebenfalls noch Mai sollen die Unterschriften dann bei einem offiziellen Termin an die Versichertenvertreterin Verena Di Pasquale überreicht werden. „Hoffentlich“, sagt Gradl, „erkennt die DRV dann, dass die Klinik in Tegernsee wirklich wichtig ist.“  

gr

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