Auf der Point, zwischen Geräteschuppen und Sprunggrube, soll der Pavillon einen Platz finden.
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Auf der Point, zwischen Geräteschuppen und Sprunggrube, soll der Pavillon einen Platz finden.

Bauausschuss diskutiert um Wunsch der Fußballer – Ortstermin folgt

Passt ein Pavillon auf die Point?

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Die Fußballer des TV Tegernsee haben von der Feuerwehr einen offenen Pavillon geschenkt bekommen. Darf er auf der Point aufgestellt werden? Der Bauausschuss ist noch unschlüssig.

Tegernsee - Der Pavillon hat eine Höhe von 2,90 Metern, ein Raummaß von etwa 1,80 Metern und soll auf der Point, neben dem Geräteschuppen des Turnvereins am Überfahrtweg aufgestellt werden. Der Boden müsste dafür gepflastert und eine Befreiung von den Vorgaben des Bebauungsplans erteilt werden.

Im Bauausschuss, wo der Antrag jetzt auf der Tagesordnung stand, erklärte Bauamtsleiterin Bettina Koch zunächst die Rahmenbedingungen und informierte, dass im Bebauungsplan eine Grünfläche eingetragen und das Aufstellen von Fliegenden Bauten oder Geräteschuppen eigentlich unzulässig sei. Allerdings habe die Stadt schon 1990 eine Ausnahme für den Bau des Geräteschuppens erteilt.

Die Meinungen gingen auseinander. Marcus Staudacher (Grüne) war dagegen: „Die Point ist doch ein sehr sensibler Bereich und sollte nicht zugepflastert werden.“ Den Pavillon brauche es nicht, da es ja das Vereinsheim gebe. Peter Hollerauer (FWG) sah das anders: Der Platz sei da, das Aufstellen auf der Wiese okay. Rudolf Gritsch (CSU) wiederum war nicht dafür, hier einen weiteren Platz zum Feiern zu schaffen: „Das ist nicht sinnig.“ Außerdem sei der Pavillon offen, Material könne also nicht darin gelagert werden. Außerdem sei der Platz in erster Linie ein Sportplatz. Während Günter Allerstorfer kein Problem mit dem Pavillon hatte, sprach Martina Brandl (BürgerListe) ihre Zweifel offen aus: Einerseits könne sie verstehen, wenn Platz geschaffen würde, um wieder zusammenzusitzen, wenn das wieder möglich ist. Andererseits war sie mit der Örtlichkeit nicht ganz glücklich.

Pavillon für Fußballer auf der Point soll keine Feiermeile werden

Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) hielt fest, dass der Pavillon keine Feiermeile werden solle. Er sah aber die Problematik, dass auch andere Vereine, etwa die Volleyballer, immer wieder den Wunsch für das Aufstellen eigener Hütte äußern.

Weil am Ratstisch keine Einigung erkennbar war, schlug Hagn einen Ortstermin vor der nächsten Bauausschuss-Sitzung vor. Damit war die knappe Mehrheit mit 4:3 Stimmen schließlich einverstanden.  

Lesen Sie hier: Neue Regeln für das Ufer in Seeglas.

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