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Das höchste Korallenriff am Tegernsee: der Plankenstein.

Die Tegernseer Wissenschaftstage starten am Samstag

Korallenriff Plankenstein: Das Programm der Wissenschaftstage

Tegernsee – Am Samstag wird's wieder wissenschaftlich am Tegernsee. Ein Geologe erklärt, was uns das Korallenriff Plankenstein verrät - und vieles mehr. Hier das Programm.

Robert Darga, Leiter des Naturkundemuseums Siegsdorf und promovierter Geologe, war viel unterwegs in den Bergen rund um den Tegernsee, vom Marienstein bis zum Risserkogel, am Plankenstein und in den Blaubergen. Wenn er an Felsen entlang geht, dann sieht er nicht nur Stein, sondern entdeckt oft die Relikte von Leben, das vor Zehntausenden von Jahren erloschen ist. „Korallen auf Bergeshöhen – wie ist das zu verstehen?“ lautet der Titel seines Vortrags bei den Wissenschaftstagen am Samstag, 12. November, ab 19 Uhr in der Winners Lounge in Bad Wiessee

„Etwas Neues kann ich nicht erzählen“, erklärt er schmunzelnd. Aber er werde zeigen, wie Versteinerungen im Fels aussehen, so dass man sie als Wanderer entdecken kann. Anhand vieler Fotos präsentiert er Beispiele aus der Umgebung und geht auf das große Ganze ein: Stichwort Kontinentaldrift. „Aber alles sehr allgemein verständlich“, verspricht der Geologe.

Robert Darga spricht über Versteinerungen im Fels.

Ganz nah am Alltag ist auch der zweite Vortrag des Abends. Professor Matthias Droesler von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf erklärt, was Moore mit dem Klimawandel zu tun haben.

Den Auftakt zu den Wissenschaftstagen machen bereits amSamstagnachmittag die Meeresbiologin Julia Hager aus Bad Feinbach und Horst Barnikel vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim. Hager geht auf die Bedrohungunserer Ozeane ein. Was bedeutet es für das biologische Gleichgewicht im Meer, wenn Plastikmüll herumschwimmt, Lebensräume zerstört und Fischpopulationen übernutzt werden? Und was bedeutet das in der Folge für den Menschen? Hager gibt auf diese Fragen Antworten.

Barnikel zeigt anschließend auf, wie Gewässer geschützt werden können – an einem Bespiel, das buchstäblich vor Augen liegt, nämlich dem Tegernsee. Die Vorträge beginn um 15 Uhr im Museum Tegernseer Tal.

Zurück ins Meer geht es am Sonntag, 13. November. Die Wissenschaftstage sind auf Schloss Ringberg zu Gast. Referent ist ein Forscher, der Tausende von Stunden unter Wasser verbracht hat: Professor Hans Fricke, Dozent am Max-Planck-Institut Seewiesen und am Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Der heute 75-Jährige wurde bekannt durch seine Tauchgänge mit Forschungs-U-Booten, nicht nur in Meeren, sondern auch in tiefen Alpenseen wie zum Beispiel dem Königssee. Fricke wird über sein Forscherleben berichten – es dürfte spannend werden.

So kommen Sie hin

Die Wissenschaftstage Tegernsee sind für jedermann offen. Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei. Zu der Veranstaltung am Sonntagnachmittag auf Schloss Ringberg fährt um 13.30 Uhr ein Bus am Gymnasium Tegernsee ab. Voranmeldung ist unbedingt erforderlich bei der Tourist-Info Tegernsee, 0 80 22 / 9 27 38 60. Eine Privatanfahrt ist nicht möglich.

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