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Wasser marsch: Die Lkw auf der Baustelle fürs Quartier Tegernsee durchfahren eine Reifenwaschanlage.

Ungewöhnliche Maßnahme

Krankenhaus-Baustelle: Wie die Lkw trotz Buddel-Arbeiten sauber bleiben sollen

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Sie wächst und wächst, die Baugrube für das Quartier Tegernsee. Aber was bedeutet das für die Anwohner? Und wie wird verhindert, dass der ganze Dreck in der Stadt verteilt wird? Ganz einfach, so:

Tegernsee – Dass die Baustelle zum Projekt Quartier Tegernsee auf dem ehemaligen Krankenhaus-Areal ein Maga-Vorhaben ist, können Passanten täglich aufs Neue vor Ort verfolgen. Das 70-Millionen-Projekt mit drei Mehrfamilienhäusern und einem Vier-Sterne-Hotel in extravaganter Bohnen-Form, ist in vollem Gang. Gut fünf Meter ist die gigantische Baugrube schon tief – und sie wird noch tiefer. „Wir werden auf 11,50 Meter kommen“, sagt Thomas Hofer, Geschäftsführer der Firma Planquadrat T2 GmbH, die das Vorhaben verwirklicht. Schließlich ist eine dreistöckige Tiefgarage mit 304 Stellplätzen geplant – das braucht Platz nach unten.

Die Reifenwaschanlage Quartier Tegernsee.

Dieser Tage fand eine weitere Ortsbegehung statt, um eine letzte Feinabstimmung der Baustellenabwicklung vorzunehmen. „Bis jetzt läuft alles nach Plan und so reibungslos, wie wir uns das vorstellen“, sagt Hofer. Laster fahren ein und aus, um den Aushub wegzubringen. Wer sich wundert, warum die Straßen rund um die Baustelle relativ sauber sind, der erfährt hier des Rätsels Lösung: Auf dem Gelände ist – wie vorab vereinbart – eine Reifenwaschanlage installiert. Alle Laster passieren sie, ehe sie in die Hochfeldstraße einbiegen. Zudem ist eine Kehrmaschine im Einsatz. Immerhin rund 10 000 Laster, so haben Berechnungen der Stadt ergeben, werden während der Bauzeit über die Straßen rollen.

Wie der Baustellenverkehr abgewickelt wird, hat die Stadt längst geregelt.

Inzwischen sind die Parkbuchten entlang der Hochfeldstraße aufgelöst. Die Stadt hat alle Betroffenen bereits informiert und Ersatz-Parkplätze angeboten: auf einem bisher öffentlichen Parkplatz bei der Feuerwehr. Allerdings müssen die sieben Plätze gemietet werden „zu Konditionen wie auf dem Zentralparkplatz“, sagt Bürgermeister Johannes Hagn (CSU). Also zu 12,50 Euro pro Monat. Die Parkausweise werden immer für drei Monate vergeben, eine Verlängerung ist möglich. Laut Hagn sind vier Abos bereits vergeben. Auch am Bahnhof kann die Stadt Plätze vorübergehend zur Verfügung stellen.

Demnächst, so Hagn, werde auch die Einfahrt der Feuerwehr Richtung Spielplatz verlegt. Was den Spielplatz selbst betrifft, der bekanntlich wegen der Bauarbeiten weichen muss, so werden sich Mitglieder des Ortsplanungsausschusses demnächst mit Vertretern des Kinderfördervereins Tegernsee treffen, um den neuen Standort zu besichtigen. Der Spielplatz soll im Kurgarten neu angelegt werden.

Wenn die Baustelle weiter voranschreitet, müssen sich Autofahrer und Fußgänger immer wieder auf neue Behinderungen einstellen. So muss der Gehweg an der Bahnhofstraße zeitweise und partiell gesperrt werden, damit zur Sicherung der Baugrube Spundwände gesetzt werden können. Auch die Bahnhofstraße selbst müsse an ein oder zwei Tagen halbseitig gesperrt werden, um Kräne aufstellen zu können. Auch werde, so Hagn, im weiteren Verlauf die Ein- und Ausfahrt für die Lkw geändert, um für reibungslosen Verkehr auf der Hochfeldstraße zu sorgen.

Bisher ist das Geschehen noch durch einen Gitterzaun gut zu verfolgen. Der angekündigte Bauzaun mit Gucklöchern, durch den Schulkinder das Geschehen verfolgen können, wird noch folgen. 

gr

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