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Ein Macher: Thomas Hofer, Geschäftsführer von Planquadrat, an der Baustelle in Bad Wiessee. Die in Tegernsee geplanten Wohnungen werden denen in Bad Wiessee ähneln, aber im Schnitt kleiner und günstiger sein.

Geschäftsführer Thomas Hofer legt Zeitplan offen

Planquadrat investiert 120 Millionen Euro am Tegernsee

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Tegernseer Tal - Die Firma Planquadrat mit Stammsitz in Salzburg packt im Tegernseer Tal kräftig an. 120 Millionen Euro will Geschäftsführer Thomas Hofer in Bad Wiessee und Tegernsee investieren. In Tegernsee ist auch ein Modell vorgesehen: bezahlbare Wohnungen für Einheimische.

Dem Salzburger Thomas Hofer (42), Geschäftsführer der Planquadrat GmbH, gefällt’s am Tegernsee. Wie berichtet, zieht die Firma gerade die Tegernseer Villen in Bad Wiessee hoch. Drei der neun Häuser stehen im Rohbau schon, bekommen bald ein Dach. Im Frühjahr 2018 soll die Anlage mit 34 Luxuswohnungen fertig sein. 

Und weil es so gut läuft, hat Planquadrat auch das Tegernseer Krankenhausgrundstück gekauft. Eine Nachricht, mit der Hofer am Dienstag den Stadtrat überraschte. Der stimmte der Übernahme zu. „Und jetzt können wir loslegen“, sagt Hofer. Rund 120 Millionen Euro will Planquadrat in den nächsten Jahren am Tegernsee investieren. 50 Millionen für die Tegernseer Villen, 70 Millionen Euro auf dem Tegernseer Krankenhausgrundstück. „Das ist alles jetzt schon durchfinanziert“, versichert Hofer. 

Und er setze auf Qualität. Den hohen Standard der Wiesseer Villen werde er auch nach Tegernsee mitnehmen. „Aber da ist halt alles kompakter.“ Damit würden die Tegernseer Wohnungen günstiger. Auch die Fassaden sollen denen der Wiesseer Häuser ähneln. Einen konkreten Bauantrag werde Planquadrat Mitte März 2017 einreichen, kündigt Hofer an. Mit dem ersten Spatenstich sei Anfang 2018 zu rechnen. Auf einen Sitz stellt Planquadrat dann ein Hotel mit rund 130 Zimmern und drei Mehrfamilienhäuser mit 80 bis 90 Wohnungen hin. Bauzeit: etwa 24 Monate. Für das Hotel in Bohnenform sucht Hofer einen Betreiber im Vier-Sterne-Segment. 

An Interessenten scheint es nicht zu mangeln. Planquadrat werde den Bau finanzieren und wolle das Haus dann verpachten, erklärt Hofer. Gespräche dazu seien schon im Gange. Was die Vermarktung der Tegernseer Wohnungen angeht, hat Planquadrat nur teilweise freie Hand. Insgesamt entstehen 7000 Quadratmeter Wohnfläche, 2000 Quadratmeter davon werden im Tegernseer Modell vergeben. Also vergünstigt nach Kriterien, die der Stadtrat festlegt. Der Durchführungsvertrag legt die Preise bereits fest. Wer eine Eigentumswohnung nach dem Tegernseer Modell erwirbt, zahlt 3950 Euro pro Quadratmeter. Der Verkauf der Wohnungen an einheimische Familien ist auch Ziel des Modells. Sollten sich nicht genügend passende Käufer finden, behält Planquadrat die betreffenden Wohnungen und bietet sie zur Miete an: für zwölf Euro pro Quadratmeter. 

„Ich denke, das Interesse wird sehr groß sein“, meint Hofer. Zumal die hohe Qualität auch bei den im Rahmen des Modells vergebenen Wohnungen Anwendung finde. Sie werden 50 bis 120 Quadratmeter groß sein und sich auf zwei der drei Häuser verteilen. Wirklich billig sind sie nicht – immerhin kostet eine 100-Quadratmeter-Wohnung 400 000 Euro. Aber die Preise liegen doch deutlich unter dem im Tal üblichen Niveau für Neubauwohnungen in guter Lage. Für Planquadrat, eigentlich auf nobles Bauen spezialisiert, sei die Anwendung des Tegernseer Modells kein Problem, versichert Hofer. Solche Modelle gebe in Salzburg auch: „Damit haben wir Erfahrung.“

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