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Das  frühere Erholungsheim an der Perronstraße macht einem Sanatorium und einer Klinik Platz. Das Sanatorium dient der Zelltherapie, für die Klinik wird noch ein Betreiber gesucht.

Neue Pläne für die Perronstraße kommen im Stadtrat gut an 

Ein Sanatorium für die Zelltherapie  

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Tegernsee - Vor allem erschöpfte Asiaten schwören auf die Zelltherapie. Sie soll künftig in einem Sanatorium in Tegernsee angeboten werden. Zudem ist eine Reha-Klinik geplant, 

Die Zellltherapie verspricht neue Lebenskraft. Vor allem Asiaten schwören darauf. Seine Pläne für den Bau eines Sanatoriums und einer Klinik in Tegernsee stellte Klaus Dieter Burkhart (60), Geschäftsführer des Deutschen Zentrums für Frischzellentherapie, im Stadtrat vor. Der zeigte sich durchwegs angetan. 

„Das Grundstück ist genial“, meint Klaus Dieter Burkhart. Der Geschäftsführer des Deutschen Zentrums für Frischzellentherapie hat das 1,5 Hektar große Areal an der Perronstraße gekauft, ohne Wenn und Aber. Das gefällt Bürgermeister Johannes Hagn (CSU). Schließlich beschäftigt sich der Stadtrat Tegernsee schon seit Jahren mit dem Grundstück, auf dem noch das frühere Erholungsheim der Unicredit steht. Die A-ja Resort und Hotel GmbH wollte dort ein 310-Betten-Hotel bauen. Lange wurde um die Größe gefeilscht, im März dieses Jahres ließ die Gesellschaft ihre Pläne plötzlich fallen. Das Grundstück hatte sie nie gekauft. „Aber das ist jetzt keine Luftnummer“, sagt Hagn zu den Plänen des neuen Eigentümers. Wie die aussehen, erläuterte Geschäftsführer Burkhart den Stadträten persönlich. Entstehen sollen ein Sanatorium mit 15 Appartements und fünf Betriebswohnungen. 

Gleich daneben sollen zwei Klinikgebäude aus dem Boden wachsen, mit insgesamt etwa 60 Betten. Dazu gehören Tiefgaragen mit 55 Stellplätzen. Die neuen Häuser werden sogar etwas niedriger sein als die umgebende Bebauung. „Ich will da keinen Klotz reinstellen“, erklärte Burkhart. Die Maße des Komplexes orientieren sich an einem alten Bebauungsplan, der Abstand zur Nachbarschaft ist gewahrt. „Da sind alle Kritikpunkte der Anwohner aufgenommen“, merkte Hagn an. Wie berichtet, hatte die A-ja-Planung zu vielen Protesten geführt, die Anwohner hatten sich zu einer Interessensgemeinschaft zusammengeschlossen. 

Aber wie ist das mit der Frischzellentherapie? Apotheker Andreas Obermüller (FWG) recherchierte noch während der Sitzung im Internet, Rechtsanwalt Heino von Hammerstein (Bürgerliste) ließ einfließen, dass die Frischzellentherapie in der Kritik stehe. Bürgermeister Hagn wollte jedoch keine medizinische Diskussion aufkommen lassen. Es handle sich um ein anerkanntes Verfahren und das Projekt eines hiesigen Unternehmers, führte Hagn an. Burkhart selbst erläuterte sein Verfahren kurz. Anders als der Name des Zentrums suggeriert, betreibe das Unternehmen keine Frischzellentherapie. „Die ist von gestern.“ Es gehe um Zelltherapie. Sein Unternehmen stelle in einem aufwendigen Prozess Zellextrakte her. Sie stammen von ungeborenen Schafen und werden in einem vor zwei Jahren gebauten Reinraumlabor in Bad Tölz verarbeitet. Etwa 20 Tiere sterben pro Jahr für die Gewinnung des Arzneimittels. Die eigene Schafherde grast bei Schloss Elmau. Im Tegernseer Tal ist Burkhart schon jetzt tätig. Er bietet Zelltherapie in Rottach-Egern an, die Patienten logieren in den Egerner Höfen. Diesen Standort wird er aufgeben. Die Zelltherapie findet im neuen Sanatorium statt. Die Klinik wird voraussichtlich der Reha dienen und hat inhaltlich mit dem Sanatorium nichts zu tun. Burkart lässt das Gebäude erstellen, sucht dafür aber einen Betreiber. Es gebe mehrere Interessenten, meinte er. Vermutlich könne er bald einen bekannten Namen präsentieren. 

Bauen will Burkart so schnell wie möglich. Bis zur Fertigstellung werde es aber wohl zwei Jahre dauern, meint er. Eine Enttäuschung dürften seine Tegernseer Pläne für die Stadt Bad Tölz bedeuten. Nach der Schließung seines Sanatoriums in Lenggries hatte Burkhart angekündigt, dort zum einen das Frischzellenzentrum mit Labor, Lager und Vertrieb auch für die Petracell-Kosmetik zu erstellen, zum anderen noble Gäste-Appartements. Das Zentrum steht. Den Plan, Appartements in Bad Tölz zu bauen,hat Burkhart aber nun fallen lassen. Die erhoffte Kooperation mit einem Luxushotel habe sich in Bad Tölz nicht realisieren lassen, sagt Burkhart. Zudem müsse eben „das gesamte Umfeld passen“. Und das passe am Tegernsee bestens. Das Zusammenspiel mit der Klinik bringe viele Synergieefekte, wie etwa ein gemeinsames Labor und Röntgen. Zudem gebe es schöne Ausflugsmöglichkeiten und eben den See. Dem Stadtrat gefielen die Pläne. Einstimmig fasste er den Grundsatzbeschluss, die Pläne weiter zu entwickeln. Burkart will bald Konkretes vorlegen: „Wir stehen ja ganz am Anfang.“

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