Schreckliches Zug-Unglück: Großeinsatz läuft - wohl mindestens ein Todesopfer

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„Saustall“ am Papiercontainer: Der Zustand rund um den Container an der Klosterwachtstraße geht dem Bürgermeister zunehmend gegen den Strich. 

Diskussion im Tegernseer Stadtrat

„Saustall“ am Container: Bürgermeister macht seinem Ärger Luft

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Der große Papier-Container an der Klosterwachtstraße ist Rathaus-Chef Johannes Hagn (CSU) schon lange ein Dorn im Auge. Rund um den Behälter türmen sich Papier und Pappe. Hagn machte seinem Ärger jetzt Luft.

Tegernsee – „Ich habe mir das sehr lange angeschaut, aber jetzt ist Schluss“, stellte Bürgermeister Johannes Hagn im Tegernseer Stadtrat fest. Sämtliche Formalitäten der konstituierenden Sitzung im Quirinal waren erledigt, doch diesen Punkt musste er einfach noch loswerden. Zur Veranschaulichung zeigte er eine Aufnahme vom Zustand der vergangenen Wochen: Zu sehen war ein Container, aus dem Pappe und Papier nur so quoll, auch rundrum lag das entsorgte Material. Der Container wird zweimal wöchentlich von der VIVO geleert, „und trotzdem schaut’s so aus“, wetterte Hagn. Um diesen „Saustall“ aufzuräumen, brauche er regelmäßig zwei Leute für je zwei Stunden. Dieser Zustand gehe nun schon seit einem Dreivierteljahr so, deshalb gebe es jetzt nur eine Lösung: „Der Container kommt weg.“

Nicht nur Rudolf Gritsch (CSU) war nicht begeistert: Es sei unglücklich, den Container jetzt abzubauen. Er war dafür, die Bevölkerung zu informieren und zur anständigen Nutzung der Container aufzufordern. „Ich fände es schade, wenn er wegkommt“, sagte Gritsch.

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Florian Kohler (BürgerListe) schloss sich ihm an und fragte, welche Konsequenzen die von der Stadt installierte Video-Kamera habe. Hagn berichtete, dass bereits Bußgeldbescheide verschickt worden seien. Markus Schertler (CSU) fand, dass man noch mal überlegen und nicht alle gleich bestrafen solle. Es handle sich bei der gezeigten Situation sicherlich um „Ausreißer“. Reihum wurde es bedauert, wenn der Container weg käme. Peter Hollerauer (FWG) war für einen Ersatz-Standort, Ursula Janssen (Grüne) glaubte jedoch, dass es auch anderswo schwierig sei, diesem „Saustall“ Herr zu werden. Andreas Obermüller (FWG) äußerte einen Vorschlag „zur Güte“: Die Stadt solle eine Frist von 14 Tagen setzen. Manuela Brandl (BürgerListe) war dafür, über einen geschlossenen Bereich nachzudenken.

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Fast alle meldeten sich zu dem Thema zu Wort, ehe Hagn die Situation zusammenfasste: Die Stadt sei nicht dafür da, die Situation der anderen Gemeinden aufzufangen. Bekanntlich hatten die Wertstoffhöfe bisher meist geschlossen, die Corona-Zeit nutzen nach wie vor viele Menschen, um ihre Keller leer zu räumen und eben auch Papier und Pappe, als Ergebnis zunehmender Online-Bestellungen, zu entsorgen.

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Hagn lenkte ein. Schon bei der nächsten Sitzung soll der Container erneut Thema werden. Als einzige Kommune im Tal kann die Stadt keinen eigenen Wertstoffhof bieten. „Wir haben bisher keinen geeigneten Standort gefunden“, erklärt Geschäftsleiter Hans Staudacher auf Nachfrage. Verteilt im Stadtgebiet sind kleinere Container aufgestellt, die vom Abfallentsorgungsunternehmen VIVO abgeholt werden. Und eben auch besagter Papiercontainer.

gr

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