Schlösser- und Seenverwaltung übt Kritik an Erweiterungsplänen für Orthopädische Klinik
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Das sind die Pläne für die Orthopädische Klinik.

Orthopädische Klinik

Seenverwaltung kritisiert Klinik-Erweiterungspläne

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Tegernsee - Die Orthopädische Klinik auf der Point soll erweitert werden. Jetzt hat die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung Kritik an der geplanten Therapiehalle geübt.

Schritt für Schritt will die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bayern Süd ihre Orthopädische Klinik auf der Point sanieren und erweitern. Die Stadt ist mit den Plänen inzwischen einverstanden und schafft die Rahmenbedingungen für die Genehmigung. Dafür müssen der Flächennutzungsplan und der Bebauungsplan geändert werden, was im Sommer bereits in die Wege geleitet wurde. Jetzt wurden der Stadtrat über die Stellungnahmen informiert, die dazu abgegeben wurden. 

Ein wesentlicher Bestandteil der Neu-Planung ist der Neubau einer Therapiehalle, die seeseitig, nur 20 Meter vom Ufer entfernt, auf der Tiefgarage gebaut werden soll. Die Halle in Leichtbauweise soll eine sichtbare Wandhöhe von 4,70 Metern und das Ausmaß von 32 mal 38 Metern haben. Während das Landratsamt Miesbach mit seinen Fachabteilungen grundsätzlich mit dem Bau auf der Tiefgarage einverstanden ist, betont die Regierung von Oberbayern die landschaftlich hohe Bedeutung des Standorts und fordert eine schonende und umgebungsorientierte Bebauung. Alles in allem seien die künftigen Beeinträchtigungen aber hinzunehmen. 

Deutliche Kritik übt die Schlösser- und Seenverwaltung. Das Gebiet habe eine große Bedeutung für die Erholung, heißt es in der Stellungnahme. Die Behörde befürchtet durch die Ausdehnung der Baulinie einen Präzedenzfall, falls sich Nachbarn ebenfalls ausdehnen wollen. Diese Gefahr sieht die Stadt nicht, wie sie in ihrer Bewertung der Stellungnahme klarstellt. Bei anderen Vorhaben sei kein öffentliches Interesse gegeben, wie dies bei der Orthopädischen Klinik der Fall sei. Privatleute, so informierte Bauamtsleiterin Bettina Koch, hätten sich nicht zu den Plänen geäußert. Einstimmig wurde die geänderte Version genehmigt. Der geänderte Flächennutzungsplan liegt erneut im Rathaus öffentlich aus.

gr

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