Wiedereröffnung für 2015 geplant

Jetzt steht es fest: Das Schlosscafé wird umgebaut

Tegernsee - Die Lage am Tegernseer Seeufer könnte nicht besser sein. Doch seit einem Jahr ist das Schlosscafé geschlossen. Jetzt hat die Rosemarie Neusen KG als Eigentümerin Umbaupläne vorgelegt - und hatte Erfolg.

Der Bauausschuss gab freudig sein Okay – und hofft auf eine Wiedereröffnung im Jahr 2015. „Das Café an der Uferlinie fehlt uns sehr“, schickte Bürgermeister Peter Janssen (Bürgerliste) der Debatte im Bauausschuss des Stadtrats voraus. Das Café geschlossen, seit der damalige Pächter Karl Klade sich nach 25 Jahren aus Altersgründen zurückzog. Im Februar 2013 hieß es, Eduard Zech (65), Pächter des auf der anderen Straßenseite liegenden Seehotels Zur Post, werde künftig auch das Schlosscafé bewirtschaften. Die Rede war von einer Wiedereröffnung im Sommer. Doch das Café blieb zu.

„Das Problem ist der Umbau. Der kostet viel Geld“, erklärt Zech auf Nachfrage der Tegernseer Zeitung. Konzipiert war das Schlosscafé einst als Ableger des Seehotels Zur Post. Beide Lokale gehören der Rosemarie Neusen KG. Jetzt wird die Konzession fürs Schlosscafé neu vergeben. An wen, ist noch nicht entschieden. Klar ist: Das 1936 errichtete Gebäude muss den gleichen Anforderungen entsprechen, die an einen Neubau gestellt werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass die Küche größer werden muss. Einen Entwurf für die Komplett-Sanierung legte die Neusen KG jetzt dem Bauausschuss vor. „Auf den Antrag haben wir schon lange gewartet“, meinte Janssen. Der Skizze zufolge soll der 200 Quadratmeter große Gastraum im Untergeschoss erhalten bleiben. Die angrenzende Terrasse wird zum Wintergarten. Die neue Terrasse wird ins Kiesbett am Ufer gelegt. Im Gastraum sind 60 Plätze vorgesehen, im Wintergarten 28.

Zudem wird ein Anbau errichtet, in dem die vergrößerte Küche Platz findet. Im Obergeschoss waren irgendwann in grauer Vorzeit Gästebetten vorgesehen. Wann zuletzt, habe die städtische Tourist-Info nicht mehr feststellen können, berichtete Janssen. „Die sind schon sehr lange nicht mehr auf dem Markt.“ Kein großer Verlust also, auf diese Gästezimmer jetzt auch offiziell zu verzichten. Künftig darf der erste Stock als Wohnung genutzt werden. Das Dachgeschoss diente auch zuvor schon Wohnzwecken, dabei bleibt es. Der Bauausschuss hatte keine Einwände. „Ich begrüße die Sanierung sehr“, erklärte Heino von Hammerstein (Bürgerliste). Diese Botschaft sei ihm wichtig. Der Beschluss fiel einstimmig. Wann die Eigentümerfamilie Neusen den Umbau realisiert, steht noch nicht fest. Bürgermeister Janssen geht davon aus, dass das Café 2015 in neuem Glanz eröffnet.

Christina Jachert-Maier

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Fast 88 Prozent für den Abriss: Deutliches Ja zum Badepark-Neubau
Fast 88 Prozent für den Abriss: Deutliches Ja zum Badepark-Neubau
Bürgerentscheid als Arbeitsauftrag: Die Planung für das neue Bad beginnt
Bürgerentscheid als Arbeitsauftrag: Die Planung für das neue Bad beginnt
Für 61.000 Euro: Rottach-Egern erneuert Piratenschiff am Ringsee
Für 61.000 Euro: Rottach-Egern erneuert Piratenschiff am Ringsee
Alpen-Plus-Skigebiete: Hoffnungsvoller Blick auf Wintersportsaison
Alpen-Plus-Skigebiete: Hoffnungsvoller Blick auf Wintersportsaison

Kommentare